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Prostatakrebs

Yoga verbessert die Lebensqualität von Patienten mit Prostatakrebs während der Strahlentherapie

Original Titel:
Effect of Eischens Yoga During Radiation Therapy on Prostate Cancer Patient Symptoms and Quality of Life: A Randomized Phase II Trial.

Für die Behandlung von Prostatakrebs ist die externe (äußere) Bestrahlung durch die Haut eine weitverbreitete Therapie. Sie kann in nahezu jedem Stadium der Erkrankung angewendet werden. Abhängig von der individuellen Situation des Patienten wird sie mit weiteren Therapien kombiniert. Meistens wird die Bestrahlung gut vertragen, allerdings kommt es dabei zu unangenehmen Nebenwirkungen in den mitbestrahlten Geweben wie z. B. Rötungen der Haut und Entzündungen der Schleimhäute in Harnblase, Harnröhre und Enddarm. Diese Beschwerden klingen zwar meistens rasch wieder ab, können aber zu möglichen Langzeit- oder Spätfolgen führen. Dazu zählen z. B. Kontinenz- und Potenzprobleme. Etwa 60 % bis 80 % der Patienten sind von der sogenannten Fatigue betroffen. Das ist ein Zustand von Müdigkeit und Erschöpfung, unter dem viele Krebspatienten während und nach einer Strahlentherapie leiden, weil ihre Energiereserven rasch verbraucht sind und bereits leichte körperliche Aktivitäten sie ermatten und antriebslos werden lässt. Medikamente haben sich bisher wirkungslos gezeigt. Vielmehr empfehlen Mediziner ihren Patienten sportliche Betätigung, mentale Entspannung, Meditation und Achtsamkeitsübungen.

Amerikanische Wissenschaftler haben zwischen Oktober 2014 und Januar 2016 den therapeutischen Effekt von Eischens Yoga auf die durch externe Bestrahlung verursachten Beschwerden wie Fatigue, Potenzprobleme, Blaseninkontinenz und die gesamte Lebensqualität an 68 Patienten mit Prostatakrebs untersucht.

Die Patienten wurden in zwei Gruppen (22 Yoga und 28 Nicht-Yoga; 18 Patienten schieden vorzeitig aus) unterteilt. Während der 6- bis 9-wöchigen Bestrahlungstherapie wurden 2-mal wöchentlich 75-minütige Yoga-Übungen angeboten. In beiden Gruppen wurden Fatigue, Potenzprobleme, Blaseninkontinenz und Lebensqualität jeweils vor, während und nach der Bestrahlung anhand standardisierter Fragebögen bewertet. Die Patienten in der Yoga-Gruppe berichteten insgesamt deutlich weniger über Fatigue und mildere Fatigue-bedingte Beschwerden während der Strahlenbehandlung. Die Bewertung der Sexualgesundheit einschließlich der Erektionsfähigkeit war in der Yoga-Gruppe deutlich besser. Die Erhebung der Lebensqualität in beiden Patientengruppen führte zu gemischten Ergebnissen, wobei Yoga einen deutlich positiven Effekt auf die emotionalen, physischen und sozialen Aspekte hatte, nicht aber auf die funktionellen Kriterien.

Die Experten schlussfolgern aus der Studie, dass Patienten mit Prostatakrebs während der Strahlenbehandlung bereits vorbestehende und auch durch die Bestrahlung bedingte Fatigue, Blaseninkontinenz und sexuelle Funktionsstörungen deutlich reduzieren können, wenn sie regelmäßig 2-mal pro Woche an Yoga-Übungen teilnehmen.

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