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Brustkrebs

Hormontherapie kombiniert mit Abemaciclib führt zu verbessertem Überleben bei fortgeschrittenem Brustkrebs

Original Titel:
MONARCH 2: Abemaciclib in Combination With Fulvestrant in Women With HR+/HER2- Advanced Breast Cancer Who Had Progressed While Receiving Endocrine Therapy.

Bei Brustkrebs unterscheiden die Mediziner in Abhängigkeit bestimmter auf den Krebszellen vorkommender Merkmale, den Rezeptoren für Hormone (HR) und Wachstumsfaktoren (HER2-neu), verschiedene Tumor-Typen. Ist der Tumor HR-positiv (HR+), so kommt eine Hormontherapie, auch endokrine Therapie genannt, wie beispielsweise Fulvestrant in Frage. Häufig geht sie jedoch mit dem Auftreten von Resistenzen einher, d. h. die Behandlung wird unwirksam und die Erkrankung schreitet fort. Dann kommen kombinierte Behandlungen mit zielgerichteten Wirkstoffen, wie z. B. Abemaciclib zum Einsatz. Dieser Wirkstoff ist gegen eine bestimmte Gruppe von Merkmalen auf den Krebszellen gerichtet, den sogenannten cyclin-abhängigen Kinasen (CDK), und kann somit das Tumorwachstum gezielt hemmen.

In der MONARCH2 Studie wurde nun die Wirksamkeit und Sicherheit von zielgerichteter Therapie mit Abemaciclib in Kombination mit der Hormontherapie Fulvestrant im Vergleich zur Einzeltherapie mit Fulvestrant bei Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs untersucht. Die Tumoren der untersuchten Frauen im fortgeschrittenen Stadium waren HR-positiv und HER2-neu-negativ. Alle Patientinnen hatten bereits Hormontherapie, vor oder nach der operativen Tumorentfernung, verabreicht bekommen, die unwirksam wurde und erlitten innerhalb von 12 Monaten einen Krankheitsrückfall. Die Patientinnen wurden in zwei Gruppen unterteilt und bekamen entweder zweimal täglich 150 mg Abemaciclib oder ein entsprechendes Scheinmedikament (Placebo) jeweils in Kombination mit 500 mg Fulvestrant. Während der Behandlung wurde das krankheitsfreie Überleben (Zeitspanne zwischen Therapie und Krankheitsrückfall), das Gesamtüberleben, das objektive Tumoransprechen (messbare Verkleinerung), die Dauer des Ansprechens, die Sicherheit der Behandlung und die Lebensqualität der Patientinnen ausgewertet.

Zwischen August 2014 und Dezember 2015 wurden 669 Patientinnen in die Studie aufgenommen, wovon 446 Abemaciclib plus Fulvestrant und 223 Placebo plus Fulvestrant verabreicht bekamen. Die Frauen mit der kombinierten Behandlung profitierten von einem verlängerten krankheitsfreien Überleben (16,4 Monate) im Vergleich zu den nur mit Hormontherapie behandelten Patientinnen (9,3 Monate). Auch das objektive Tumoransprechen war mit einer Rate von 48,1 % deutlich besser bei Behandlung mit Abemaciclib plus Fulvestrant im Vergleich zu Fulvestrant allein, das eine Rate von nur 21,3 % erzielte. Die am häufigsten auftretende Nebenwirkung war Durchfall (Diarrhö), wovon 86,4 % der mit Abemaciclib behandelten und 24,7 % der mit Placebo behandelten Frauen betroffen waren. Übelkeit (Nausea) und chronische Erschöpfung (Fatigue) traten bei 45,1 % bzw. 39,9 % der Patientinnen auf, die Abemaciclib verabreicht bekamen. In der Placebogruppe litten nur 22,9 % bzw. 26,9 % der Frauen unter Übelkeit und chronischer Erschöpfung.

Aus diesen Ergebnissen schlussfolgern die Mediziner, dass eine Kombination des zielgerichteten Wirkstoffs Abemaciclib mit der Hormontherapie Fulvestrant zu einem deutlich verbesserten krankheitsfreien Überleben und Tumoransprechen führte. Die Anwendung dieser Behandlung wurde von Patientinnen mit fortgeschrittenem HR-positivem/HER-neu-negativem Brustkrebs gut vertragen.

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