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COPD

Abediterol ist nächster Kandidat für ein einmal täglich anzuwendendes Kombinationspräparat zur Inhalation bei Asthma und COPD

Original Titel:
Efficacy, safety, and tolerability of once‐daily abediterol in patients with stable, persistent asthma: a Phase II, randomized, 7‐day, crossover study.

Helfen mittlere Dosen Kortikosteroide nicht, Asthma zu kontrollieren, kann eine Kombinationstherapie helfen. Die Inhalation von Beta-2-Sympathomimetika in Kombination mit Kortikosteroiden wird auch bei der Behandlung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) eingesetzt. Dabei wird auf lang anhaltend wirkende Beta-2-Sympathomimetika, sogenannte LABAs gesetzt (von engl. long-acting beta-2 agonists). Diese Wirkstoffe erweitern die Bronchien, daher werden sie auch Bronchodilatatoren genannt.

Für die COPD gibt es erste Kombinationspräparate mit dem LABA Vilanterol, die nur einmal täglich in einer festen Dosierung inhaliert werden. Das vereinfacht den Therapieplan für Patienten. Ein weiterer Kandidat für solch ein Kombinationspräparat ist Abediterol. Der Wirkstoff befindet sich in der Entwicklung für die Behandlung von Asthma und COPD. In einer Phase-II-Studie wurde nun die Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit von drei verschiedenen Dosierungen Abediterol untersucht.

An der Studie nahmen 28 Männer im Alter zwischen 25 bis 59 Jahren teil. Sie hatten ein stabiles, mildes bis moderates persistierendes Asthma. Sie wurden zufällig einer Behandlung zugeordnet und für sieben Tage behandelt. Abediterol wurde in drei verschiedenen Dosen verabreicht, 2,5 µg, 5 µg und 10 µg. Als Kontrolle diente ein Placebo. Die Lungenfunktion der Teilnehmer wurde in diesem Zeitraum mehrmals untersucht sowie an einem Kontrolltermin sieben Tage nach der letzten Inhalation.

Für die Lungenfunktion zeigte sich nach sieben Tagen Behandlung mit Abediterol eine dosisunabhängige, klinische und statistisch nachweisbare Verbesserung im Vergleich zu der Behandlung mit dem Placebo. Die Forscher schätzten die Sicherheit und Verträglichkeit als vergleichbar mit dem Placebo ein. Sowohl bei der Behandlung mit Abediterol als auch mit dem Placebo gab etwa die Hälfte der Behandelten an, unter Nebenwirkungen der Behandlung zu leiden.

Als häufigste Nebenwirkungen traten Kopfschmerzen, Nervosität, Atemnot und ein Tremor (Muskelzittern) auf. Tremor und Nervosität traten erst bei den höheren Dosierungen auf. Schwere Nebenwirkungen, die während der Studie auftraten, waren Gehirnerschütterung, Knochenbruch, Kopfschmerzen und Migräne. Diese führen die Forscher aber alle nicht auf die Behandlung zurück. Ein Patient beendete die Studie vorzeitig, da er sich eine Bronchitis zugezogen hatte.

Damit scheint Abediterol wirksam, sicher und verträglich zu sein. Weitere Studien sind aber noch notwendig, z. B. um geringere Dosierungen zu testen.

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