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Mediterrane Diät reduziert Fettgehalt ums Herz

Original Titel:
Dynamics of intrapericardial and extrapericardial fat tissues during long-term, dietary-induced, moderate weight loss

Das Fett, welches das Herz des Menschen umgibt, bezeichnen Fachleuchte als perikardiales Fett (peri: um etwas herum; kardial: das Herz betreffend). Hierbei unterscheidet man noch 2 Komponenten, das intraperikardiale Fett (intra: innerhalb) und das extraperikardiale Fett (extra: außerhalb). Studien konnten zeigen, dass zu viel Fett um das Herz das Risiko für Herz- und Gefäßerkankungen erhöhen kann.

Forscher aus Israel und Deutschland gingen nun der Frage nach, ob Interventionen zur Gewichtsreduktion einen Einfluss auf das Fett um das Herz haben können. Die Forscher verglichen in ihrer Studie zwei verschiedene Diäten mit gleichem Kaloriengehalt. Die erste Diät enthielt Komponenten der Mittelmeerküche (mediterrane Ernährung), täglich 28 g Walnüsse und einen niedrigen Gehalt an Kohlenhydraten. Die zweite Diät zeichnete sich durch einen niedrigen Fettgehalt aus.

Die in die Studie eingeschlossenen Patienten litten alle unter Fettleibigkeit, die insbesondere im Bauchraum ausgeprägt war (Fachleute bezeichnen dies als abdominale Adipositas). Die Studie dauerte 18 Monate an. Patienten aus beiden Diätgruppen wiesen zum Studienende einen moderaten Gewichtsverlust von 3,7 kg auf. Der Taillenumfang konnte in größerem Ausmaß in der Gruppe mit der mediterranen/kohlenhydratreduzierten Diät reduziert werden. Außerdem war das intraperikardiale Fett in dieser Gruppe im Gegensatz zu der Gruppe mit der fettarmen Diät um die doppelte Menge reduziert. Die Reduktion des extraperikardialen Fettes war ähnlich zwischen den beiden Gruppen.

Weitere Untersuchungen der Forscher beschäftigten sich mit den Auswirkungen einer Reduktion des perikardialen Fettes auf die Blutfettwerte der Patienten. Die Forscher deckten auf, dass eine Reduktion des intraperikardialen Fettes im Zusammenhang mit einer Reduktion der Triglyceride (Blutfette) und dem Verhältnis von Triglyceriden zum HDL-Cholesterin (dem „guten“ Cholesterin; bei dem Verhältnis von Triglyceriden zum HDL-Cholesterin sind niedrigere Werte günstiger) stand. Weiterhin stand eine Reduktion des extraperikardialen Fettes im Zusammenhang mit einer Erhöhung des HDL-Cholesterins und einem verbesserten Verhältnis von Gesamtcholesterin zu HDL-Cholesterin.

Zusammenfassung: Beide Diätformen (mediterran/kohlenhydratreduziert und fettarm) führten bei Patienten mit abdominaler Adipositas zu einem moderaten Gewichtsverlust und hatten positive Auswirkungen auf das Fett um das Herz. In der Folge verbesserten sich auch die Blutfettwerte. Die mediterrane/kohlenhydratreduzierte Diät bewirkte eine deutlichere und ausgeprägtere Verbesserung des intraperikardialen Fetts als die fettarme Ernährung.

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