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Multiple Sklerose

Rauchen und MS: Weitere Belege für erhöhtes Risiko bei Rauchern

Original Titel:
Smoking at time of CIS increases the risk of clinically definite multiple sclerosis.

Raucher erkranken häufiger an MS als Nichtraucher und das Risiko hierfür nimmt zu, umso mehr oder länger geraucht wird. Rauchen kann außerdem den Krankheitsverlauf einer bestehenden MS negativ beeinflussen und die Wirksamkeit bestimmter MS-Medikamente mindern. Doch wie verhält es sich mit dem klinisch isolierten Syndrom (CIS)?


Rauchen schadet der Gesundheit und ist ein Risikofaktor für viele Erkrankungen. Das ist heute gut belegt. Und auch bei Multipler Sklerose (MS) spielt der blaue Dunst eine Rolle. Raucher erkranken häufiger an MS als Nichtraucher und das Risiko hierfür nimmt zu, umso mehr oder länger geraucht wird. Rauchen kann außerdem den Krankheitsverlauf einer bestehenden MS negativ beeinflussen und die Wirksamkeit bestimmter MS-Medikamente mindern.

CIS ist eine Art MS-Vorstufe

Doch wie verhält es sich mit dem klinisch isolierten Syndrom (CIS)? Dabei handelt es sich um eine Art Vorstufe der MS. Die Erkrankung gilt noch nicht als sicher, aber es liegen aufgrund von Nervenentzündungen die typischen Symptome vor. Zwar geht nicht jedes klinisch isolierte Syndrom in eine sicher diagnostizierte MS über, aber heutzutage wird empfohlen möglichst früh mit krankheitsmodifizierenden Therapien zu beginnen, um eine mögliche MS-Erkrankung schnell einzudämmen.

Niederländische Forscher prüften Zusammenhang von Rauchen und MS

Da die Erkenntnisse zu dem Zusammenhang zwischen dem Rauchstatus zum Zeitpunkt der CIS-Diagnose und einer später festgestellten MS eher widersprüchlich waren, haben niederländische Forscher diesen Zusammenhang in einer Studie nochmals genauer untersucht. Sie befragten 250 Patienten zwischen 18 und 50 Jahren nach einer Diagnose eines klinisch isolierten Syndroms zu ihren Rauchgewohnheiten. Auf Basis dieser Daten errechneten die Forscher das Risiko für eine klinisch diagnostizierte Multiplen Sklerose bei Rauchern und Nichtrauchern unter den CIS-Patienten. Die Patienten wurden im Schnitt mehr als viereinhalb Jahre begleitet und MS-Diagnosen aufgezeichnet.

Rauchende Patienten mit CIS entwickelten öfter Multiple Sklerose

Von den 250 Patienten mit einem klinisch isolierten Syndrom, die an der Studie teilnahmen, wurde bei 114 Patienten später eine klinisch gesicherte MS festgestellt. Von den Patienten, bei denen ein klinisch isoliertes Syndrom festgestellt wurde, rauchten zum Zeitpunkt der Diagnose gut ein Drittel. Von den rauchenden CIS-Patienten erhielten während der Studiendauer 67 % die Diagnose MS. Bei den Nichtrauchern waren es im Vergleich dazu nur 36 %. CIS-Patienten, die vor der Diagnose einmal Raucher waren, hatten jedoch kein höheres Risiko für die Diagnose MS als solche, die noch nie geraucht hatten.

Wer zum Zeitpunkt der Diagniose raucht, hat ein höheres MS-Risiko

Die Forscher schlussfolgern aus ihren Studienergebnissen, dass Rauchen zum Zeitpunkt der Diagnose eines klinisch isolierten Syndroms ein Risikofaktor für die spätere Diagnose einer Multiplen Sklerose ist. Dies untermauert weiter, dass Rauchen das Risiko für eine MS erhöht. Die Forscher sehen darin ein weiteres Argument dafür, das Rauchen aufzugeben; spätestens, wenn es zu einem ersten Schub einer möglichen Multiplen Sklerose kommt. Patienten, die mit dem Rauchen aufhören wollen, aber nicht wissen wie, können sich von ihrem Arzt beraten lassen. Er kann den Rauchstopp gegebenenfalls medizinisch unterstützen.

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