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Rauchen beeinflusst Morbus Bechterew negativ

Original Titel:
Smoking quantity determines disease activity and function in Chinese patients with ankylosing spondylitis

Die Studie zeigte, dass Rauchen das Risiko für eine erhöhte Krankheitsaktivität und eine schlechtere körperliche Funktionsfähigkeit erhöht und damit den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen kann.


Morbus Bechterew ist eine chronisch-entzündliche rheumatische Erkrankung. Sie betrifft vor allem die Wirbelsäulengelenke, hauptsächlich die Lenden- und Brustwirbelsäule und die Kreuz-Darmbeingelenke. Daneben kann es auch zu Entzündungen der Augen, des Darms oder der Sehnenansätze kommen und viele Patienten werden positiv auf das Erbmerkmal HLA-B27 getestet. Eine Versteifung der Gelenke kann zu einer eingeschränkten Beweglichkeit führen. Die ersten Symptome setzen meisten zwischen dem 20. und 25. Lebensjahr ein. Verschiedene Wirkstoffe können die entzündlichen Reaktionen verringern und das Fortschreiten des Gelenkverschleißes oder der Gelenkversteifung verringern. Darüber hinaus spielen aber auch Lebensstilfaktoren wie Sport, Bewegung und Physiotherapie eine Rolle für den Krankheitsverlauf und auch die Ernährung kann den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Wissenschaftler aus China und den USA bestimmten jetzt den Einfluss von Rauchen auf den Krankheitsverlauf.

Die Studie bewertete Rauchverhalten und Krankheitsaktivität

Die Wissenschaftler werteten die Fragebögen von 1178 Patienten mit Morbus Bechterew aus, in dem sie Angaben zu Rauchgewohnheiten und andere persönliche Faktoren sowie Krankheitscharakteristika beschrieben. Sie bestimmten außerdem den BASDAI und den BASFI. Der BASDAI (Bath Ankylosing Spondylitis Disease Activity Score) bewertet Müdigkeit, Schmerzen und Morgensteifigkeit und fasst sie zu einem Messwert von 0 bis 10 zusammen, der die Krankheitsaktivität bewerten soll. Ein Wert von 4 oder höher zeigt eine hohe Krankheitsaktivität an. Der BASFI (Bath Ankylosing Spondylitis Functional Index) hingegen beschreibt die körperliche Funktionsfähigkeit.

Raucher und ehemalige Raucher hatten einen höheren BASDAI und BASFI

Das Risiko für eine hohe Krankheitsaktivität mit einem BASDAI von mindestens 4 war bei den Patienten höher, die mindestens 15 Jahre lang rauchten, mindestens 15 Zigaretten am Tag rauchten oder mindestens 15 Packungsjahre hatten. Die Packungsjahre geben an, wie hoch die Rauch-Dosis eines Rauchers ist und setzen sich zusammen aus der Anzahl der Jahre und der täglichen Zigarettenpackungen. Dabei erhöhte sich das Risiko für eine hohe Krankheitsaktivität mit steigender Anzahl der Jahre, Zigaretten oder Packungsjahre. Raucher hatten eine höhere Krankheitsaktivität als Nicht-Raucher. Auch das Risiko für einen hohen BASFI, also eine schlechte körperliche Funktionsfähigkeit war bei Rauchern erhöht. Raucher und ehemalige Raucher hatten einen höheren BASDAI und BASFI als Nicht-Raucher.

Die Studie zeigt daher, dass Rauchen das Risiko für eine erhöhte Krankheitsaktivität und eine schlechtere körperliche Funktionsfähigkeit erhöht und damit den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen kann.

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