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Übersicht – Kalenderwoche 39

Letzte Woche berichteten wir über eine operative Therapie bei Fatigue, wieso ein früher Behandlungsbeginn auch finanziell wichtig sein kann und über einen neuen Mechanismus, der neue Optionen für die Stammzelltherapie bieten könnte.

Die Halsvenen-Angioplastie wurde von einem italienischen Arzt als Heilverfahren für Multiple Sklerose angepriesen. Nach einer weiteren Studie zum Verfahren musste aber selbst der Erfinder des „Liberation Treatment“ einräumen, dass die Behandlung nicht gegen Multiple Sklerose hilft. Eine aktuelle Studie europäischer Wissenschaftler zeigt aber auf, dass die Weitung der Halsvenen Kopfschmerzen und zum Teil auch Fatigue bei MS-Patienten nachhaltig bessern kann.

Schwedische Forscher haben sich das Risiko für eine spätere Erwerbsminderungsrente von MS-Patienten angesehen. Diese Rente beziehen Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr voll arbeiten gehen können. Die Forscher sagen, wer früher mit einer krankheitsmodifizierenden Therapie beginnt, hat später ein geringeres Risiko solch eine Rente zu beziehen.

Ein internationales Team aus Forschern aus Innsbruck und Cambridge hat direkt zwei tolle Neuigkeiten zu verkünden. Zum einen ist ihnen gelungen aufzuklären, wie neuronale Stammzellen es schaffen, die Entzündungen bei MS zurückzudrängen. Zum anderen haben die Forscher ein Verfahren entwickelt, mit denen neuronale Stammzellen aus Hautzellen gewonnen werden können. So kann auf Spenderzellen verzichtet werden. Die Versuche laufen aktuell noch mit Mäusen, die Ergebnisse sind jedoch ein Schritt hin zu dem Einsatz von neuronalen Stammzellen bei der Behandlung von Menschen.

Hier die Beiträge der letzten Woche:

 

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