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Therapie bei schwer behandelbarem triple-negativem Brustkrebs

Original Titel:
Comparison of apatinib and capecitabine (Xeloda) with capecitabine (Xeloda) in advanced triple-negative breast cancer as third-line therapy: A retrospective study

DGP – Patientinnen mit fortgeschrittenem triple-negativem Brustkrebs, bei denen die ersten beiden Behandlungen gescheitert sind, könnten von einer Therapie mit den beiden medizinischen Wirkstoffen Apatinib und Capecitabin profitieren. Im Gegensatz zu Patientinnen, die nur Capecitabin bekamen, wiesen die Patientinnen mit Apatinib und Capecitabin größere Behandlungserfolge auf bei ähnlich starken Nebenwirkungen.


Die Behandlung von Patientinnen mit triple-negativem Brustkrebs, die nicht auf die erste oder zweite Behandlung angesprochen haben, stellt für die behandelnden Ärzte eine Herausforderung dar. Forscher verglichen in ihrer Studie nun zwei verschiedene Therapiemöglichkeiten für Patientinnen mit triple-negativem Brustkrebs. Die Patientinnen erhielten die Therapien als dritte Behandlungslinie, weil die vorherigen beiden Therapieansätze gescheitert waren.

Was ist für die Patientinnen besser? Apatinib und Capecitabin oder nur Capecitabin?

44 Patientinnen waren in die Studie eingeschlossen. Die Hälfte der Patientinnen erhielt eine Behandlung mit Apatinib und Capecitabin – die andere Hälfte der Patientinnen war ausschließlich mit Capecitabin therapiert worden. Die Wissenschaftler verglichen, ob sich die beiden Gruppen im Hinblick auf die Zeit bis zum Fortschreiten der Krankheit, das Ansprechen auf die Behandlung, die Kontrollbarkeit der Krankheit (es wurde die sogenannte Krankheitskontrollrate bestimmt) und Nebenwirkungen unterschieden.

Erfolgreichere Therapie mit Kombination aus Apatinib und Capecitabin

Die Auswertung der Ergebnisse zeigte, dass die Patientinnen, die mit Apatinib und Capecitabin behandelt wurden im Gegensatz zu den Patientinnen, die nur Apatinib bekamen, deutlich besser abschnitten: die Zeit bis zum Fortschreiten der Krankheit, das Ansprechen auf die Behandlung und die Kontrollierbarkeit der Krankheit fielen deutlich besser aus. Bei den Nebenwirkungen unterschieden sich die beiden Gruppen nicht – mit Ausnahme von Blutungen, die häufiger auftraten, wenn die Patientinnen mit Apatinib und Capecitabin therapiert wurden. Patientinnen aus beiden Gruppen vertrugen die Behandlungen im Allgemeinen gut.

Zusammenfassend zeigte diese Analyse, dass Patientinnen mit schwer behandelbarem triple-negativem Brustkrebs von einer Behandlung mit Apatinib und Capecitabin profitieren könnten. Im Gegensatz zu der alleinigen Behandlung mit Capecitabin war diese Behandlung für die Patientinnen effektiver bei ähnlichen Nebenwirkungen.

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