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Siponimod bei sekundär progredienter MS

Ein Behandlungsansatz bei Multipler Sklerose ist, die weißen Blutzellen daran zu hindern, durch den Körper zu wandern. So können sie das zentrale Nervensystem nicht mehr (so gut) erreichen und Schaden anrichten. Dies kann erzielt werden, indem bestimmte Rezeptoren auf den Immunzellen blockiert werden. Signale, die sonst dazu führen, dass die weißen Blutkörperchen die Lymphknoten verlassen, können so von ihnen nicht mehr wahrgenommen werden.

Ein bereits zugelassener Wirkstoff, der auf diese Art und Weise das Immunsystem reguliert ist Fingolimod. Doch es gibt weitere Wirkstoffe aus der gleichen Gruppe, die für die Behandlung von MS zum Einsatz kommen sollen. Einer dieser Wirkstoffkandidaten ist Siponimod.

Siponimod wirkt ähnlich wie Fingolimod, aber etwas genauer. Das soll zu besseren Ergebnissen der Behandlung führen, z. B. seltener einen anhaltenden deutlichen Mangel von weißen Blutkörperchen hervorrufen, hoffen die Forscher, die daran arbeiten.

Aktuelle Studien berichten außerdem über einen möglichen Einsatz von Siponimod bei der sekundär progredienten MS, für die es bisher kein offiziell zugelassenes Medikament gibt. Der Hersteller des Wirkstoffs hat bei der amerikanischen und europäischen Arzneimittelagentur inzwischen die Zulassung von Siponimod für die Behandlung der sekundär progredienten MS beantragt. Im Schnitt dauert die Bearbeitung eines Zulassungsantrags etwa 13 Monate, berichtet der Verband Forschender Arzneimittelhersteller e. V..

Hier die Studien im Detail:

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