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Diabetes

Zwei Wege, um diabetesbezogene Belastungen zu mindern

Original Titel:
A Randomized Controlled Trial to Reduce Diabetes Distress Among Adults With Type 1 Diabetes

DGP – Diese Studie von Wissenschaftlern aus Nordamerika untersuchte ein Programm mit Fokus auf Emotionen und ein Programm mit Fokus auf Bildung und Verhalten, welche diabetesbezogene Belastungen bei Menschen mit Typ-1-Diabetes reduzieren sollten. Beide Programme waren erfolgreich und minderten die Belastung der Menschen. Davon profitierte auch der Langzeitblutzuckerwert, wenn auch nur in einem geringen Maße.


Menschen, die an Typ-1-Diabetes erkrankt sind, müssen sich ihr Leben lang mit der Krankheit auseinandersetzen. Die Krankheit kann sehr belastend sein und die Menschen stark unter Stress setzen. Ärzte sollten diabetesbezogene Belastungen ernst nehmen und behandeln.

Vergleich von 2 Programmen, die den Fokus auf Emotionen und Bildung/Verhalten setzten

Amerikanische und kanadische Wissenschaftler untersuchten in ihrer Studie nun zwei verschiedene Programme, die diabetesbezogene Belastungen bei Menschen mit Typ-1-Diabetes mindern sollen. Die Wissenschaftler schlossen 301 Typ-1-Diabetes-Patienten in ihre Studie ein, die stark unter diabetesbezogenen Belastungen litten und einen nicht optimalen Langzeitblutzuckerwert aufwiesen.

Die Patienten wurden für die Studie auf eine von zwei Gruppen aufgeteilt. Personen der Gruppe 1 nahmen an einem Programm teil, bei dem der Fokus auf Emotionen und deren Bewältigung lag. Personen aus Gruppe 2 absolvierten ein Programm, bei dem der Fokus auf Bildung und Verhalten lag. Alle Teilnehmer nahmen an einem Tagesworkshop und vier darauffolgenden Online-Sitzungen teil. Die Programmteilnahme erstreckte sich auf 3 Monate. Die Wissenschaftler bestimmten nach 3 und 9 Monaten, wie sich die diabetesbezogenen Belastungen und der Langzeitblutzuckerwert bei den Patienten entwickelt hatte.

Alle Typ-1-Diabetes-Patienten wiesen weniger diabetesbezogene Belastungen nach der Programmteilnahme auf

Es zeigte sich, dass alle Teilnehmer, egal ob sie an dem Programm mit Fokus auf Emotionen oder an dem Programm mit Fokus auf Bildung und Verhalten teilgenommen hatten, ihre diabetesbezogenen Belastungen deutlich reduzierten. Es existierten keine Unterschiede zwischen den beiden Programmen. Vertiefende Analysen zeigten, dass das Programm, welches den Fokus auf Emotionen legte, erfolgreicher als das Programm mit Fokus auf Beratung und Verhalten bei jenen Patienten war, die bei Studienbeginn schwächer ausgeprägte Fähigkeiten der Emotions- oder Gedankenregulation aufwiesen, unter stärkeren diabetesbezogenen Belastungen litten und bereits mehr über ihre Krankheit wussten. Diese Kenntnisse können genutzt werden, um die Patienten bei weiteren Programmen zu dem Programm zuzuteilen, von dem sie am meisten profitieren.

Auch Langzeitblutzuckerwert wurde gemindert

Bei allen Typ-1-Diabetes-Patienten konnte nach der Programmteilnahme eine geringe Reduktion des Langzeitblutzuckerwerts festgestellt werden. Auch hier existierten keine Unterschiede zwischen den beiden Programmen.

Diese Studie zeigte, dass diabetesbezogene Belastungen bei Patienten mit Typ-1-Diabetes wirksam gemindert werden können: sowohl ein Programm mit Fokus auf Emotionen als auch ein Programm mit Fokus auf Bildung und Verhalten waren hierzu erfolgreich. Auch der Langzeitblutzuckerwert der Patienten wurde durch beide Programme in geringem Ausmaß gemindert. Dies zeigt, wie wichtig es ist, dass zukünftige Programme die Patienten auf mehreren Ebenen ansprechen und den Umgang mit Emotionen und Gedanken verbessern und Bildung und angemessenes Verhalten vermitteln, um auf diesem Wege die Belastungen zu mindern und die Krankheitskontrolle zu verbessern.

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