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Lungenkrebs

Atezolizumab in Kombination mit Chemo jetzt auch als Erstlinientherapie

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DGPBisher war es so, dass der Wirkstoff Atezolizumab erst nach einer Chemotherapie oder zielgerichteten Therapien zum Einsatz kam. Nun kann der Antikörper aber auch direkt in Kombination mit einer Chemotherapie zum Einsatz kommen.


Studien mit dem Antikörper Atezolizumab haben in der Vergangenheit gezeigt, dass Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs der Art Nicht-Plattenepithelkarzinom von einer Kombination mit Chemotherapie profitieren. Im Gegensatz zur Chemotherapie allein konnte durch die zusätzliche Gabe von Atezolizumab das Überleben der Patienten verlängert werden.

Für Patienten mit Nicht-Plattenepithelkarzinom als Erstlinienbehandlung möglich

Die europäische Arzneimittelagentur hat nun Atezolizumab in Kombination mit Bevacizumab, Paclitaxel und Carboplatin als Erstlinienbehandlung für Patienten mit metastasierendem nicht-kleinzelligen Lungenkrebs zugelassen, wenn es sich um ein Nicht-Plattenepithelkarzinom handelt. Unter dem Begriff nicht-kleinzelliger Lungenkrebs werden mehrere Krebstypen der Lunge zusammengefasst. Die häufigste Form ist das Plattenepithelkarzinom. Andere nicht-kleinzellige Lungenkrebsarten werden daher auch Nicht-Plattenepithelkarzinome genannt.

Zielgerichtete Therapie immer noch zuerst

Wenn die Krebszellen der in Frage kommenden Patienten eine EGFR-Mutation aufweisen sollten oder ALK-positiv sind, sollen zuerst geeignete zielgerichtete Therapien zum Einsatz kommen, die sich diese genetischen Merkmale der Krebszellen zunutze machen. Erst wenn diese Therapien nicht oder nicht mehr wirken soll Atezolizumab in Kombination mit den anderen Wirkstoffen angewendet werden.

Mehr zum Antikörper Atezolizumab in der Therapie von Lungenkrebs lesen Sie auf dem DeutschenGesundheitsPortal hier.

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