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Lungenkrebs

Zielgerichtete Therapie nach Operation verlängert Überleben bei Lungenkrebs

Original Titel:
Efficacy of EGFR Tyrosine Kinase Inhibitors in the Adjuvant Treatment for Operable Non-small Cell Lung Cancer by a Meta-Analysis

DGP Patienten mit Lugenkrebs bekommen nach der operativen Entfernung des Tumors häufig eine weitere Behandlung verabreicht, um eventuell im Körper verbliebende Krebszellen zu vernichten. Dabei kann es sich je nach Beschaffenheit des entfernten Tumors um eine Chemotherapie oder eine zielgerichtete Therapie mit einem der neuartigen Wirkstoffe zur Hemmung spezieller Krebsmerkmale handeln.


Eines dieser Merkmale ist der Wachstumsfaktor EGFR. Bei einem Teil der Patienten liegt eine genetische Veränderung diese Merkmals vor, wodurch EGFR auf den Tumorzellen vermehrt vorkommt und Tumorwachstum fördert. Die neuartigen sogenannten TKI-Wirkstoffe (Tyrosin-Kinase-Inhibitoren) zielen auf diese Merkmale, wie beispielsweise EGFR ab, und können somit das Tumorwachstum zielgerichtet hemmen und folglich den Krankheitsfortgang bremsen. Bisher ist die Bedeutung dieser neuartigen TKI zur Behandlung von Patienten nach operativer Entfernung des Lungentumors noch nicht eindeutig geklärt.

TKI nach Operation verlängerte das Überleben

Chinesische Mediziner haben nun in einer Studie untersucht, ob TKI -Verabreichung nach operativer Entfernung des Tumors zu einem Überlebensvorteil für die Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs führt. Sie haben dazu Daten von 1960 Patienten ausgewertet, die an insgesamt 5 verschiedenen klinischen Studien teilgenommen hatten. Die Ergebnisse zeigten, dass die ergänzende Behandlung mit TKI zwar bei 42,3 % der Patienten mit Nebenwirkugen einherging, aber dennoch das krankheitsfreie Überleben, also die Zeit von Behandlung bis zum Krakheitsfortgang, deutlich verlängerte. Der Überlebensvorteil war umso größer, je länger die Behandlungsdauer war. Insbesondere in den Studien mit einer Laufzeit von mehr als 18 Monaten konnten positive Effekte beobachtet werden. Darüber hinaus war das krankheitsfreie Überleben vor allem bei den Patienten verlängert, die eine genetische Veränderung des EGFR-Merkmals hatten. Interessanterweise war bei genau diesen Patienten auch das Risiko für Tumorabsiedlugen in andere Körperorgane deutlich reduziert.

Patienten mit EGFR-Mutation in Tumorzellen profitieren vermutlich besonders

Die Experten schlussfolgern aus den Untersuchungen, dass die Behandlung mit TKI nach operativer Entfernung des Tumors zu einem verlängerten Gesamtüberleben der Lungenkrebspatienten fühern kann. Die in dieser Studie untersuchten TKI zielten auf auf das Merkmal EGFR ab, sodass die zielgerichtete Wirksamkeit durch den Überlebensvorteil der Patienten verdeutlicht wurde, deren Tumore genau dieses EGFR-Merkmal aufwiesen.

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