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Lungenkrebs

Diagnose Lungenkrebs geht häufig mit Depressionen einher

Original Titel:
Incidence and risk factors of depression after diagnosis of lung cancer: A nationwide population-based study

DGPDie Diagnose Lungenkrebs kann zu Depressionen führen. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher au Taiwan. Eine seelische Betreuung und Unterstützung der Betroffenen ist wichtig, um Depressionen zu vermeiden.


Lungenkrebs ist weltweit mit der höchsten krebsbedingten Sterberate verbunden. In vielen Fällen wird die Diagnose erst im fortgeschrittenen Krankheitsstadium gestellt, sodass häufig sehr starke Behandlungen wie Chemotherapie oder Bestrahlung nötig sind, um den Krankheitsfortgang zu bremsen. Diese sehr belastenden Therapien zerstören nicht nur die Krebszellen, sondern beeinflussen auch die gesunden Zellen, wodurch es zu häufig zu unangenehmen Nebenwirkungen kommt, die das körperliche und seelische Befinden der betroffenen Patienten stark beeinträchtigen können. Auch die stete Angst vor dem Krankheitsfortgang stellt eine seelische Belastung für viele der Patienten dar.

Besonders jüngere und weibliche Patienten entwickeln nach der Diagnose Lungenkrebs öfter Depressionen

Krebsforscher in Taiwan haben nun untersucht, inwieweit die Diagnose Lungenkrebs mit dem Auftreten von Depressionen verbunden ist. Zwischen 1998 und 2006 wurden 22125 Personen in die Studie eingeschlossen. Es handelte es sich dabei um Patienten mit Lungenkrebs und jeweils dazu passende, gesunde Kontrollpersonen. Die Ergebnisse der Auswertung zeigten, dass Lungenkrebspatienten häufiger eine Depression erlitten als die gesunden Kontrollpersonen. Das Risiko an Depressionen zu erkranken war besonders bei den Lungenkrebspatienten erhöht, die im Alter von unter 50 Jahren waren, weiblich waren, eine koronare Arterienkrankheit hatten oder bereits eine Operation erhalten hatten. Bei den Lungenkrebspatienten, die mit einer Depression diagnostiziert wurden, konnten darüber hinaus vermehrte Besuche in der Notaufnahme und häufigere Krankenhausaufnahmen festgestellt werden als bei Personen ohne Depression. Diese Ergebnisse verdeutlichten, dass eine frühe Überwachung und seelische Betreuung zur Vermeidung von Depressionen bei Patienten mit einer Lungenkrebsdiagnose wichtig sind.

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