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Diabetes

Rauchen gefährdet die Nierengesundheit von Typ-2-Diabetes-Patienten

Original Titel:
Association of smoking and cardiometabolic parameters with albuminuria in people with type 2 diabetes mellitus: a systematic review and meta-analysis

DGP – Ergebnisse dieser Analyse zeigen, dass Rauchen und eine längere Diabetesdauer zwei wesentliche Risikofaktoren für die Ausscheidung von Albumin im Urin sind. Die Ausscheidung von Albumin deutet auf eine Nierenerkrankung hin. Typ-2-Diabetes-Patienten, die rauchen, sollten dies zum Schutz ihrer Niere unbedingt einstellen.


Die Ausscheidung von Albumin im Urin ist ein wichtiger Wert, der Aussagen über die Nierengesundheit eines Menschen erlaubt. Scheidet eine Person große Mengen Albumin im Urin aus, ist von einer Albuminurie die Rede. Bei einer Albuminurie sind Maßnahmen erforderlich, um diesem Zustand entgegenzuwirken. Studien haben bereits zeigen können, dass Raucher mit Typ-2-Diabetes ein höheres Risiko für eine Albuminurie aufweisen.

Wissenschaftler aus Großbritannien interessierten sich in ihrer Studie dafür, ob Rauchen ein unabhängiger Risikofaktor für eine Albuminurie ist oder ob das Rauchen durch seine negativen Auswirkungen auf wichtige Größen der Herz-Kreislauf-Gesundheit eine Albuminurie begünstigt.

Für die Albuminausscheidung im Urin spielten insbesondere Rauchen und die Diabetesdauer eine Rolle

Die Wissenschaftler fanden 13 Studien mit 20 056 Typ-2-Diabetes-Patienten zu diesem Thema. Ihre Analyse der Studien zeigte, dass Raucher im Gegensatz zu Nicht-Rauchern ein deutlich erhöhtes Risiko für eine Albuminurie aufwiesen. Auch andere Faktoren erhöhten das Risiko für eine Ausscheidung von Albumin im Urin. Diese waren männliches Geschlecht, längere Diabetesdauer sowie ein höherer Blutdruck. Die Wissenschaftler stellten Berechnungen an, ob diese anderen Risikofaktoren auch dann noch zu einer Albuminurie beitrugen, wenn die Patienten durch statistische Methoden so angeglichen wurden, dass sie in ihrem Rauchstatus übereinstimmten. War dies der Fall, trug nur noch die längere Diabetesdauer zu einem erhöhten Risiko für eine Albuminurie bei. Bei Rauchern erhöhte jedes weitere Jahr der Erkrankung das Risiko für eine Albuminurie im Vergleich zu Nicht-Rauchern um 23 %.

Schlussfolgernd zeigten diese Ergebnisse, dass Rauchen und eine längere Diabetesdauer zwei wesentliche Risikofaktoren für eine Albuminurie bei Typ-2-Diabetes-Patienten sind. Dies ist alarmierend, gerade weil weltweit immer jüngere Menschen an Diabetes erkranken. Besonders jungen Menschen, die an Diabetes erkrankt sind, sollten deshalb zu einem Rauchverzicht motiviert werden. Wir berichteten über Ergebnisse einer weiteren Studie, die zeigte, dass Rauchen ein wesentlicher Risikofaktor für einen schlechten Langzeitblutzuckerwert ist. Dies betont die Bedeutung davon, wie wichtig Nicht-Rauchen bei einer Diabeteserkrankung ist.

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