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Multiple Sklerose

Rauchen verschlechtert die Wirksamkeit von Interferon-Beta-Behandlung

Original Titel:
Smoking affects the interferon beta treatment response in multiple sclerosis.

DGP Rauchen wirkt sich negativ auf den Verlauf von Multipler Sklerose aus und soll auch die Wirkung von Interferon verringern. Auch wenn dänische Forscher in ihrer Studie keine Antworten darauf finden konnten, wieso dem so ist: Ihre Ergebnisse zeigen wie sehr Patienten von einem Rauchstopp profitieren könnten.


Wie Rauchen der Gesundheit schadet, ist inzwischen sehr klar auf jeder Zigarettenpackung zu sehen. Bei Multipler Sklerose (MS) deuten die meisten Untersuchungen darauf hin, dass Rauchen die Erkrankung fördert. Eine aktuelle Studie belegt nun erneut, dass sich durch das Rauchen sogar die Wirksamkeit der Behandlung mit einem gängigem MS-Wirkstoff reduziert.

Vermutung, das Rauchen die Wirkung von Interferonen vermindert gibt es schon länger

Interferone waren die ersten Wirkstoffe, die zur Behandlung der Multiplen Sklerose auf den Markt kamen und sind auch noch heute Wirkstoffe der ersten Wahl, gerade bei milden Verlaufsformen. Schon länger aber wird vermutet, dass Rauchen die Wirksamkeit dieser Behandlung verringert. Die Forschung versucht noch genau zu verstehen, wieso dem so ist.

Dänische Forscher suchten in Genen nach Antworten

Dänische Forscher haben daher Proben des Erbmaterials von MS-Patienten mit einem schubförmigen Verlauf, die mit Interferon-Beta behandelt wurden, untersucht. Proben und Daten zu der Schubanzahl der Personen vor Beginn der Interferon-Behandlung sowie bis zum letzten Kontrolltermin bzw. Ende der Behandlung stammen aus dänischen Datenbanken zur Erforschung der Multiplen Sklerose. Zusätzlich werteten die Forscher Informationen zum Rauchverhalten aus Fragebögen aus.

Jede Packung Zigaretten am Tag erhöht das Risko für einen Schub um mehr als ein Viertel

Die Daten von 834 dänischen MS-Patienten wurden untersucht. Einen besonderen Zusammenhang zwischen Rauchen und bestimmten genetischen Merkmalen, was die Schubrate angeht, konnten die Forscher nicht feststellen. Obwohl sie damit keine Ursache für eine höhere Schubrate bei Rauchenden MS-Patienten finden konnten, unterstreichen ihre Daten jedoch abermals, dass Rauchen die Erkrankung fördert. Raucher mit schubförmiger MS haben daher ein erhöhtes Risiko für Schübe gegenüber erkrankten Nichtrauchern. Die Forscher berechneten, dass sich das Risiko mit jedem Päckchen Zigaretten pro Tag um 27 % erhöhte.

MS-Patienten profitieren von Rauchstopp

Rauchen ist schlecht für die Gesundheit, das ist allgemein bekannt. Bei MS-Patienten fördert das Rauchen aber nochmals das Fortschreiten der Erkrankung und mindert die Wirksamkeit von Interferon-Beta-Behandlungen. Daher ist es gerade für MS-Patienten ratsam, von den Glimmstängeln loszukommen. Helfen können hierbei z. B. das kostenfreie rauchfrei Ausstiegsprogramm der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung oder Beratungen durch den Hausarzt.

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