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Hilft das Training der Atmungsmuskulatur bei COPD?

Original Titel:
Effects of inspiratory muscle training in COPD patients: A systematic review and meta-analysis

DGP – Hilft das Training der Atemmuskulatur bei COPD-Patienten? Ja, sagen europäische Forscher, auch wenn es innerhalb einer Reha keine zusätzliche Verbesserung der Atemnot bringt.


Bei Menschen mit einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) sind Lebensqualität und körperliche Leistungsfähigkeit durch Atemnot (Dyspnoe) verändert. Untersuchungen haben gezeigt, dass Training der Atemmuskulatur die Lebensqualität, Atemnot und Belastbarkeit verbessern kann, aber im Zusammenhang mit einer Lungenrehabilitation konnte die Wirkung des Trainings bisher nicht gezeigt werden. Europäische Forscher wollten daher die Wirksamkeit des Trainings der Atemmuskulatur, die beim Einatmen genutzt wird (inspiratorische Muskulatur), mit entsprechenden Geräten verifizieren, hinsichtlich Atemnot, Lebensqualität, körperlicher Leistungsfähigkeit und Stärke der Atemmuskulatur zum Einatmen. Auch den zusätzlichen Effekt von Training der Atemmuskulatur auf die Atemnot in Kombination mit einer Lungenrehabilitation gegenüber einer Reha alleine wurden untersucht.

Weniger Atemnot, mehr Lebensqualität und Leistungsfähigkeit durch Training

Die Forscher recherchierten dazu Literatur zum Thema, die bis Dezember 2017 in wissenschaftlichen Datenbanken veröffentlicht wurde. Insgesamt fanden die Wissenschaftler 43 geeignete Studien, von denen 37 Daten von 642 COPD-Patienten für eine Analyse der Wissenschaftler lieferten. Die Auswertung der Forscher zeigte, dass die Atemnot der Teilnehmer nach gezieltem Training der Atemmuskulatur, die beim Einatmen beansprucht wird, weniger wurde. Auch die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit der Teilnehmer verbesserte sich. Fand das Training im Rahmen einer Lungenrehabilitation statt, konnten die Wissenschaftler aber keinen zusätzlichen Effekt des Trainings der Atemmuskulatur feststellen.

Training kann Verbesserungen bewirken, bringt während einer Reha aber keinen zusätzlichen Vorteil

Die Forscher fassen zusammen, dass das bedeutet, dass die Verbesserungen der Muskelkraft dieser Muskelgruppe, die körperliche Leistungsfähigkeit und Lebensqualität und Reduzierung der Atemnot durch die Maßnahmen in einer Reha gleich groß sind, egal ob die Atemmuskulatur in der Reha trainiert wurde oder nicht. Trotzdem zeigen die Ergebnisse der Untersuchung, dass das gezielte Training der Einatemmuskulatur mit entsprechenden Geräten durchaus die Lebensqualität, Belastbarkeit und Atemnot von Betroffenen verbessern kann.

Wo findet man Hilfe für das Training?

Der behandelnde Arzt kann zur Teilnahme an Lungensportgruppen, der Möglichkeit von Atemtherapie und gerätegestütztem Training beraten. Auch Sport- und Physiotherapeuten können unterstützten, Krankenkassen oder Selbsthilfegruppen können bei der Suche nach geeigneten Therapieeinrichtungen helfen.

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