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Arthritis / Rheuma

Die Wechseljahre können die Entstehung einer rheumatoiden Arthritis begünstigen

Original Titel:
Association Between Menopausal Factors and the Risk of Seronegative and Seropositive Rheumatoid Arthritis: Results From the Nurses’ Health Studies

DGPDie Ergebnisse zeigen, dass Frauen nach der Menopause ein erhöhtes Risiko für seronegative – nicht aber für seropositive – rheumatoide Arthritis hatten. Auch Frauen mit einer frühen Menopause hatten ein erhöhtes Risiko für eine seronegative rheumatoide Arthritis. Eine Hormontherapie konnte nur begrenzt mit einem erhöhten Risiko in Zusammenhang gebracht werden.


Während den Wechseljahren durchläuft der Körper der Frau eine Änderung des hormonellen Gleichgewichts. Die Eizellreifung wird eingestellt und es kommt schließlich zur letzten Regelblutung (Menopause). Das durchschnittliche Alter bei der Menopause liegt bei etwa 50 Jahren. Mit der hormonellen Umstellung kommt es auch zu einem erhöhten Risiko für einige Erkrankungen wie Osteoporose und Arteriosklerose. Wissenschaftler aus der USA und Schweden haben jetzt das Risiko für rheumatoide Arthritis vor und nach der Menopause untersucht.

Bei der rheumatoiden Arthritis kommt es zu Schwellungen und Steifigkeit der Gelenke. Zusätzlich zur körperlichen Untersuchung lässt sich die rheumatoide Arthritis auch über Blutwerte diagnostizieren. Rheumafaktoren und Antiköper gegen citrullierende Peptide/Proteine (ACPA) im Blut können auf eine rheumatoide Arthritis hinweisen. Patienten, bei denen sich Rheumafaktoren oder ACPAs nachweisen lassen, bezeichnet man als seropositiv. Die Blutwerte können auch eine Einschätzung der Schwere des Krankheitsverlaufs ermöglichen. Seronegative Patienten zeigen keine Marker für rheumatoide Arthritis im Blut – bei körperlicher Untersuchung oder auch durch bildgebende Verfahren lässt sich aber trotzdem eine rheumatoide Arthritis nachweisen.

Frauen nach der Menopause hatten ein erhöhtes Risiko für seronegative rheumatoide Arthritis

In der Studie wurden 120700 Frauen zwischen 30 und 55 Jahren und 116430 Frauen zwischen 25 und 42 Jahren über etwa 20 Jahre untersucht. Insgesamt erkrankten 1096 Frauen an rheumatoider Arthritis. Frauen nach der Menopause hatten ein zweifach erhöhtes Risiko für eine seronegative rheumatoide Arthritis als Frauen vor der Menopause. Bei Frauen mit einer frühen Menopause (vor dem 44. Lebensjahr) war das Risiko für eine seronegative rheumatoide Arthritis ebenfalls erhöht. Eine kurzzeitige Hormontherapie zur Behandlung der Wechseljahre-Beschwerden beeinflusste die Entstehung einer seronegativen oder seropositiven rheumatoiden Arthritis nicht. Nur eine Hormonbehandlung von über 8 Jahren beeinflusste das Risiko für eine seropositive rheumatoide Arthritis.

Die Ergebnisse zeigen, dass Frauen nach der Menopause ein erhöhtes Risiko für seronegative – nicht aber für seropositive – rheumatoide Arthritis hatten. Auch Frauen mit einer frühen Menopause hatten ein erhöhtes Risiko für eine seronegative rheumatoide Arthritis. Eine Hormontherapie konnte nur begrenzt mit einem erhöhten Risiko in Zusammenhang gebracht werden. Die Studie zeigt daher einen möglichen Zusammenhang zwischen Arthritis und Wechseljahren auf.

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