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Künstliche Befruchtung bei Endometriose erhöht Risiko für Placenta praevia

Original Titel:
Women with Endometriosis, Especially Those Who Conceived with Assisted Reproductive Technology, Have Increased Risk of Placenta Previa: Meta-analyses

DGP – Frauen mit Endometriose hatten ein erhöhtes Risiko für eine Placenta praevia. Vor allem Frauen mit Endometriose, die eine künstliche Befruchtung hatten, zeigten ein erhöhtes Risiko.


Placenta praevia ist eine Komplikation, die während der Schwangerschaft auftreten kann. Wir berichteten bereits über ein erhöhtes Risiko für Placenta praevia bei Endometriose (Chen und Kollegen, 2017). Wissenschaftler aus Korea haben jetzt die Ergebnisse mehrerer Studien zur Placenta praevia untersucht.

Häufig erfordert eine Placenta praevia einen Kaiserschnitt

Eine Placenta praevia ist eine Fehllage des Mutterkuchens, der dabei den Geburtskanal teilweise oder ganz überdeckt. Die Fehllage kann im Ultraschall erkannt werden. Als häufigste Komplikation können schmerzlose Blutungen auftreten. Wenn der Geburtskanal komplett verdeckt ist, muss das Kind mit Kaiserschnitt zur Welt gebracht werden.

Eine künstliche Befruchtung kann die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden, erhöhen

Endometriose betrifft etwa 10 % aller Frauen und die Krankheit ist einer der häufigsten Gründe für einen unerfüllten Kinderwunsch. Häufig wird die Endometriose erst nach einigen Jahren diagnostiziert, da die Beschwerden sehr vielfältig und unspezifisch sein können. In vielen Fällen kann erst durch eine Bauchspiegelung der ganze Umfang einer Endometriose erfasst werden. Durch operative Entfernung der Herde, eine Hormontherapie oder künstliche Befruchtung kann die Chance auf eine Schwangerschaft verbessert werden. Auch während der Schwangerschaft können allerdings vermehrt Komplikationen auftreten.

Künstliche Befruchtung erhöhte das Risiko für eine Placenta praevia

Die Wissenschaftler werteten 8 Studien aus den Jahren 2004 bis 2017 mit insgesamt fast 22 000 Frauen aus. 6256 Frauen litten an Endometriose, 1640 von ihnen wurden künstlich befruchtet. Frauen mit Endometriose hatten ein erhöhtes Risiko für eine Placenta praevia. Vor allem Frauen mit Endometriose, die eine künstliche Befruchtung hatten, zeigten ein erhöhtes Risiko.

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