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PCO-Syndrom

Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung der Behandlung mit Clomifen

Original Titel:
Randomized controlled trial of N ‐acetylcysteine versus l ‐carnitine among women with clomiphene‐citrate‐resistant polycystic ovary syndrome

DGPN-Acetylcystein und L-Carnitin könnten die Behandlung mit Clomifen unterstützen, wenn Clomifen allein nicht wirksam ist. Dabei hatte N-Acetylcystein eine bessere Wirkung auf den Zuckerstoffwechsel und Testosteron, L-Carnitin auf den Fettstoffwechsel. Auf die Zahl der Schwangerschaften hatten beide jedoch die gleiche Wirkung.


Clomifen wird bei Frauen mit PCO-Syndrom eingesetzt, um den Zyklus zu regulieren und den Eisprung auszulösen. Es ist meist eines der ersten Medikamente, die eingesetzt werden, um die Fruchtbarkeit zu erhöhen. Wissenschaftler aus Ägypten untersuchten jetzt, ob L-Carnitin oder N-Acetylcystein die Behandlung unterstützen können.

Die Frauen mit PCO-Syndrom sprachen schlecht auf Clomifen an

N-Acetylcystein ist ein synthetisch hergestellter Wirkstoff, der als Hustenlöser eingesetzt wird. Ihm werden aber auch antioxidative, entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften zugesprochen. L-Carnitin kommt hauptsächlich in Fleisch vor und ist am Transport von Fettsäuren beteiligt. Beide Stoffe sind aber auch als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich.

Die Wissenschaftler führten eine Studie mit 162 Frauen mit PCO-Syndrom durch. Die Frauen hatten nicht auf eine Behandlung mit Clomifen angesprochen. Zusätzlich zum Clomifen erhielt etwa die Hälfte der Frauen N-Acetylcystein, die andere Hälfte L-Carnitin. Nach 3 Monaten verglichen die Wissenschaftler die beiden Gruppen.

Die Nahrungsergänzungsmittel konnten die Ergebnisse verbessern

Bei den Zahlen der Eisprünge, Schwangerschaften oder Fehlgeburten gab es keine Unterschiede zwischen den Gruppen. Das Gewicht bzw. der BMI (Body Mass Index) veränderten sich nicht. Es gab jedoch Verbesserungen der Insulinresistenz und des Menstruationszyklus. Viele Frauen mit PCO-Syndrom leiden an Insulinresistenz, einer Vorstufe von Diabetes, bei der Zucker nicht mehr richtig verwertet wird. Auch bei den Hormonen konnten Veränderungen festgestellt werden: FSH-, LH- und freie Testosteronkonzentration konnten verbessert werden. L-Carnitin führte zu größeren Verbesserungen des Fettprofils, N-Acetylcystein hingegen wirkte besser auf Insulinresistenz und den Level des freien Testosterons.

N-Acetylcystein und L-Carnitin könnten die Behandlung mit Clomifen unterstützen, wenn Clomifen allein nicht wirksam ist. Dabei hatte N-Acetylcystein eine bessere Wirkung auf den Zuckerstoffwechsel und Testosteron, L-Carnitin auf den Fettstoffwechsel. Auf die Zahl der Schwangerschaften hatten beide jedoch die gleiche Wirkung.

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