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COPD

Sauerstofftherapie für zu Hause

Original Titel:
Home oxygen therapy: re-thinking the role of devices.

DGPMit zunehmender Schwere einer COPD kann es zu einer schlechteren Versorgung mit dem lebenswichtigen Sauerstoff kommen. Eine ambulante Sauerstofftherapie kann Betroffenen helfen.


Bei schwerer COPD und Emphysemen kann es sein, dass der Körper nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Hier kann eine Sauerstofftherapie helfen. Dabei wird über entsprechende Geräte die Atemluft mit Sauerstoff angereichert. Inzwischen gibt es verschiedene Geräte, mit denen eine Sauerstofftherapie zu Hause durchgeführt und der Sauerstoffgehalt im Blut überwacht werden kann.

Leitlinien empfehlen ambulante Sauerstofftherapie

In der Leitlinie zur Behandlung der COPD gibt es bisher keine Empfehlungen für bestimmte Geräte für die Sauerstofftherapie. Die Empfehlung ist jedoch, dass Betroffene eine ambulante Sauerstofftherapie erhalten sollten mit Geräten, die auch im Gehen genutzt werden können.

Neue Technik verfügbar, oft wird aber erprobte Technik verordnet

Inzwischen gibt es Fortschritte in der Technik der ambulanten Sauerstofftherapie. Ärzte sehen sich aber verschiedenen Herausforderungen gegenüber, wenn sie eine Sauerstofftherapie verschreiben wollen und setzen oft auf die traditionellen Geräte, die sie bereits kennen. Dabei handelt es sich meistens um Geräte, die stetig die gleiche Menge Sauerstoff abgeben.

Mehr Unabhängigkeit mit neueren Geräten möglich

Neuere Geräte füllen sich selbstständig mit Sauerstoff aus der Umgebungsluft und könnten die Unabhängigkeit der Patienten stärken und gleichzeitig ökologische Vorteile besitzen gegenüber Geräten, bei denen der Sauerstoffvorrat regelmäßig erneuert werden muss. Einige neuere tragbare Sauerstoffkonzentratoren sind verfügbar, aber es muss noch genauer untersucht werden, wie gut sie bei verschiedenen Krankheiten und unterschiedlichen Bedürfnissen der Patienten geeignet sind.

Überwachung der Sauerstoffkonzentration mit Pulsoxymeter

Für die Überwachung des Sauerstoffgehalts im Blut ist die Pulsoxymetrie weit verbreitet. Die Geräte messen mit Licht, wie viel Sauerstoff im arteriellen Blut gebunden ist und können z. B. als Clip am Finger getragen werden. Manche dieser Geräte eignen sich auch für eine Langzeitüberwachung der Sauerstofflevel. Es gibt auch in sich geschlossene Systeme, bei denen das Pulsoxymeter die Sauerstoffkonzentration misst und die abgegebenen Menge Sauerstoff entsprechend anpasst. So kann die Menge Sauerstoff an die Bedürfnisse im Alltag automatisch angepasst werden und unterstützt den Patienten mit einer optimalen Sauerstoffversorgung. So kann die Erfahrung der Patienten mit der Sauerstofftherapie verbessert werden und die Therapietreue erhöht werden – vor allem da eine korrekte Ermittlung und Einstellung der Sauerstofftherapie ansonsten schwierig und zeitintensiv ist.

Ärzte sollten sich nach Meinung der Experten stärker mit neuer Technik beschäftigen

Experten sind daher der Meinung, dass Ärzte sich stärker mit den Eigenschaften neuerer Sauerstofftherapiegeräte auseinandersetzen sollten und technologische Fortschritte nutzen sollen, um die Sauerstofftherapie für zu Hause für ihre Patienten zu verbessern.

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