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Asthma

Auch ohne Trainer effektiv: Sport bei Asthma

Original Titel:
Effects of an unsupervised pedometer-based physical activity program on daily steps of adults with moderate to severe asthma: a randomized controlled trial.

DGP – Sport mit einem Trainer kann für Menschen mit Asthma Vorteile haben. Aber wie sieht es mit Sport ohne Trainer aus? Dieser Frage sind Wissenschaftler aus Brasilien in einer aktuellen Untersuchung nachgegangen.


Sport hält fit. Das gilt auch bei Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Asthma. Dabei kann Sport nicht nur den Gesundheitszustand verbessern, sondern auch die Lebensqualität verbessern. Aus vorherigen Untersuchungen war bekannt, dass Sport mit einem Trainer Vorteile für Menschen mit Asthma hat. In einer aktuellen Untersuchung schauten Wissenschaftler aus Brasilien, ob das auch auf unbetreutes Training zutrifft.

Verbessert unbetreutes Sportprogramm die Gesundheit von Asthmapatienten?

Sie untersuchten, welchen Effekt ein 12-wöchiges, unbetreutes Aktivitätsprogramm mit einem Schrittzähler auf die Anzahl der täglichen Schritte sowie klinische und psychologische Faktoren bei Menschen mit Asthma hatte.

Patienten mit einem stabilen mittleren bis schwerem Asthma wurden ermuntert, täglich 30-minütige Spaziergänge zu unternehmen. Im Rahmen des Programms wurden sie zufällig in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Patientengruppe erhielt einen Schrittzähler und individuelle Ziele, wie viele Schritte sie am Tag machen sollten. Die andere Gruppe diente als Kontrolle.

Mehr Bewegung und mehr Wohlbefinden?

Die Forscher werteten anschließend aus, ob es Veränderungen in der Anzahl der täglich gegangenen Schritte (Durchschnitt der gemachten Schritte an sechs aufeinander folgenden Tagen) gab und wie gut die Teilnehmer im 6-Minuten-Gehtest abschnitten. Außerdem untersuchten sie, wie die gesundheitsbezogene Lebensqualität und Asthmakontrolle der Patienten war und bewerteten das Maß an Ängsten und Depressionen der Patienten. Diese Untersuchungen fanden drei Monate nach dem Beginn der Studie sowie nochmals sechs bis sieben Monate nach der Einteilung in die beiden Gruppen statt.

Schrittzahl mit und ohne Schrittzähler nach sechs Monaten ohne nachweisbaren Unterschied

Insgesamt nahmen 76 Patienten teil, 30 von ihnen vollendeten die Untersuchungen. Nach drei Monaten unterschieden sich die beiden Gruppen nachweislich in ihren täglichen Schritten und im 6-Minuten-Gehtest. Diese Unterschiede waren aber nach den sechs bis sieben Monaten statistisch nicht mehr nachweisbar.

Auch unbetreutes Sportprogramm erhöht körperliche Aktivität

Hinsichtlich der Effektivität eines unbetreuten Sportprogramms schlussfolgern die Forscher, dass es wirksam ist. Die Anzahl der täglich gegangenen Schritte der Teilnehmer hatte sich erhöht. Die Verwendung eines Schrittzählers oder Fitnesstrackers kann also durchaus motivieren sich mehr zu bewegen, aber es geht auch ohne. Was für einen selbst gut funktioniert, ob alleine, mit Schrittzähler oder vielleicht in einer Sportgruppe, lohnt sich auszuprobieren.

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