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Brustkrebs

Gesundheitsverhalten und Lebensqualität bei Brustkrebsüberlebenden

Original Titel:
Health Behavior and Quality of Life Outcome in Breast Cancer Survivors: Prevalence Rates and Predictors

DGP Brustkrebsüberlebende wurden in der vorliegenden Studie österreichischer und deutscher Wissenschaftler auf ihr Gesundheitsverhalten hin untersucht. Es zeigte sich, dass Übergewicht und Auffälligkeiten beim Essverhalten häufig waren. Die Wissenschaftler fordern, dass diese Aspekte bei der Nachsorge der Patientinnen adressiert werden, um so auch die Lebensqualität der Patientinnen zu steigern.


Nach der Diagnose Brustkrebs wird betroffenen Patientinnen dazu geraten, einen gesunden Lebensstil zu beherzigen, da sich dieser positiv auf den weiteren Verlauf der Krankheit und z. B. das Rückfallrisiko auswirkt.

Wie gesund verhalten sich Brustkrebspatientinnen nach überstandener Krankheit?

In einer Zusammenarbeit von Wissenschaftlern aus Österreich und Deutschland wurde nun untersucht, wie sich das Gesundheitsverhalten von Brustkrebsüberlebenden auf deren Lebensqualität auswirkt. Für ihre Studie rekrutierten die Wissenschaftler 303 Patientinnen, die eine Brustkrebserkrankung überlebt hatten. Die Frauen wurden gebeten, ausführliche Angaben zu Auffälligkeiten beim Ernährungsverhalten, zu ihrem Bewegungsverhalten und zum etwaigen Substanzmissbrauch zu machen. Die Angaben der Brustkrebspatientinnen wurden mit den Angaben von 303 Frauen verglichen, die den Brustkrebspatientinnen in Alter und Bildung angeglichen waren und an einer Befragung zu auffälligem Essverhalten teilgenommen hatten (im Folgenden als Referenzpopulation bezeichnet).

Auffälliges Essverhalten stellte ein Problem dar

30 % der Brustkrebspatientinnen waren übergewichtig und 11,7 % der Patientinnen berichteten über Auffälligkeiten beim Essverhalten. Bei den Frauen aus der Referenzpopulation litten hingegen mit 5 % deutlich weniger Frauen unter einem auffälligem Essverhalten. Etwa drei Viertel der Brustkrebsüberlebenden berichtete über regelmäßige sportliche Aktivität, ein Viertel der Frauen rauchte und 30 % der Brustkrebspatientinnen konsumierten Alkohol.

Was beeinflusste die Lebensqualität der Frauen?

Auswertungen zur körperlichen Lebensqualität der Brustkrebsüberlebenden deckten auf, dass diese besser war, wenn die Frauen weniger Schmerzmittel und Beruhigungsmittel nutzten, sie sportlich aktiver waren, sie sich weniger über das Essen sorgten, sie jünger waren und sie ein niedrigeres Körpergewicht (gemessen anhand des Body Mass Index, kurz BMI) hatten. Faktoren, die sich positiv auf die psychologische Lebensqualität der Patientinnen auswirkten, waren weniger Besorgnis über das Essen und die eigene Körperform sowie das Lebensalter.

Die Auswertung deckte damit auf, dass Brustkrebsüberlebende häufig unter Übergewicht und Auffälligkeiten des Essverhaltens litten. Diese Aspekte sollten ernst genommen werden und bei der Nachsorge der Patientinnen berücksichtigt werden, um so auf lange Sicht die Lebensqualität der Patientinnen zu verbessern. Faktoren wie vermehrte sportliche Aktivität und weniger Besorgnis über Essen besserten die Lebensqualität der Brustkrebsüberlebenden.

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