Das GesundheitsPortal für innovative Arzneimittel, neue Therapien und neue Heilungschancen

Asthma

Schwereres Asthma durch Veränderungen in den Bronchien

Original Titel:
Investigation of bronchiectasis in severe uncontrolled asthma.

DGPDurch die andauernden Entzündungsprozesse bei Asthma kommt es zu Veränderungen in den Atemwegen. Dazu können auch Bronchiektasien gehören, berichten griechische Wissenschaftler.


Bei chronischen Entzündungen in den Bronchien kann es zu der Bildung von sogenannten Bronchiektasen kommen. Dabei handelt es sich um Ausweitungen des Gewebes, die Wände der betroffenen Bronchienäste sind hierbei angegriffen. In den Aussackungen der Bronchien kann sich Sputum (Schleim) sammeln und Krankheitserreger ansiedeln.

Bei COPD ist Vorkommen und Einfluss von Bronchiektasien bekannt

Bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) ist bekannt, dass Bronchiektasen vorkommen und zu einer Verschlechterung der Symptome führen können. Ob dies bei Patienten mit Asthma auch der Fall ist, ist nicht ganz klar.

Haben Menschen mit schwerem Asthma ebenfalls Bronchiektasien?

Griechische Forscher haben daher untersucht, ob Bronchiektasien bei Menschen mit schwerem unkontrolliertem Asthma vorkommen und ob diese zur Schwere der Erkrankung beitragen. Dazu untersuchten sie Patienten mit schwerem Asthma mit einer hochauflösenden Computertomographie, um festzustellen, ob bei ihnen Bronchiektasen vorlagen. Anhand der Bilder der Lunge konnten die Wissenschaftler auch feststellen, wie ausgeprägt mögliche Bronchiektasen sind. Bei Patienten mit Bronchiektasen folgten weitere Untersuchungen, um andere Ursachen als Asthma für die Veränderungen der Bronchien auszuschließen. Die gesammelten Daten werteten die Forscher dann statistisch aus.

Kleine Untersuchung mit 40 Patienten

Insgesamt nahmen an der Untersuchung 40 Patienten mit schwerem Asthma teil. Im ACT-Fragebogen erreichten sie zwischen 9 und 19 Punkten. Die Hauptsymptome der Teilnehmer waren Giemen (95 %), Husten (92 %), Atemnot (92 %) und Schleimproduktion (72 %). Im Mittel hatten die Teilnehmer vier bis fünf Asthmaanfälle pro Jahr.

Bronchiektasien bei mehr als der Hälfte der Teilnehmer

Bei 27 Teilnehmern (67,5 %) stellten die Wissenschaftler Bronchiektasien fest. Bei neun dieser Patienten zeigte sich, dass im Sputum Krankheitserreger enthalten waren. Bei Patienten mit verstärkter Schleimproduktion und nachweisbaren Krankheitserregern im Sputum waren die Bronchiektasen stärker ausgeprägt als bei Patienten ohne Auswurf oder nachweisbare Krankheitserreger.

Lungenfunktion ist nicht beeinflusst, aber mehr behandlungsbedürftige Infektionen

Die Wissenschaftler stellten in ihrer Untersuchung keine Korrelation zwischen dem Ausmaß der Bronchiektasien der Patienten und ihrer Lungenfunktion fest. Jedoch gab es einen statistischen Zusammenhang zwischen der Ausprägung der Bronchiektasien und den pro Jahr benötigten Antibiotikabehandlungen, was darauf hindeutet, dass Keime in den Atemwegen dieser Patienten leichteres Spiel haben.

Bronchiektasien sind bei schwerem Asthma häufig

Die Forscher fassen zusammen, dass Bronchiektasien häufig bei Patienten mit schwerem Asthma auftreten. Vermehrte Schleimproduktion und der Nachweis von Krankheitserregern im Auswurf könnten möglicherweise auf das Vorhandensein von Bronchiektasien hindeuten, die wiederum die Schwere des Asthmas beeinflussen.

© Alle Rechte: DeutschesGesundheitsPortal.de

Ein Serviceangebot und weitere Themen zu Asthma: