Das GesundheitsPortal für innovative Arzneimittel, neue Therapien und neue Heilungschancen

Endometriose

Mittelmeerdiät könnte positiven Einfluss auf künstliche Befruchtung haben

Original Titel:
Adherence to the Mediterranean diet and IVF success rate among non-obese women attempting fertility

DGP – Die Ergebnisse zeigen, dass die Mittelmeerdiät einen positiven Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben könnte und den Erfolg einer künstlichen Befruchtung verbessern könnte. Aussagen über fettleibige Frauen kann die Studie allerdings nicht treffen. Die Mittelmeerdiät gilt jedoch im Allgemeinen als gesunde und ausgewogene Ernährungsform.


Die Mittelmeerdiät gilt als beliebte Ernährungsweise, bei der Gemüse, Obst, Fisch und Olivenöl im Vordergrund stehen. Sie eignet sich für eine dauerhafte Ernährungsumstellung und kann das Herz-Kreislaufsystem und den Stoffwechsel positiv beeinflussen. Wissenschaftler aus Griechenland haben jetzt untersucht, wie die Mittelmeerdiät den Erfolg einer In-Vitro-Fertilisation beeinflusst.

Bei der IVF werden Eizellen künstlich befruchtet

Die In-Vitro-Fertilisation (IVF) ist eine Methode der künstlichen Befruchtung. Die Behandlung dauert mehrere Wochen. Zunächst wird die Eizellreifung bei der Frau durch die Gabe von Hormonen angeregt. Nachdem der Eisprung ebenfalls durch Hormone ausgelöst wird, werden der Frau Eizellen entnommen und im Reagenzglas mit Spermien befruchtet. Die befruchteten Eizellen werden nach einer Inkubationszeit wieder in die Gebärmutter eingesetzt und der Embryo kann sich entwickeln.

Frauen, die sich strenger gemäß der Mittelmeerdiät ernährten, hatten mehr klinische Schwangerschaften und Lebendgeburten

Die Wissenschaftler untersuchten 244 Frauen zwischen 22 und 41 Jahren. Die Frauen hatten einen BMI (Body Mass Index) von unter 30 kg/m² und waren damit nicht fettleibig. Mithilfe von Fragebögen wurde untersucht, in wie weit sich die Frauen an den Ernährungsplan der Mittelmeerdiät hielten. Die Frauen durchliefen nach Beginn der Diät ihre erste In-Vitro-Fertilisation. Auswirkungen auf die Anzahl der entnommenen Eizellen oder der eingesetzten Embryonen konnte bei den Frauen nicht gesehen werden. Die Auswertungen ergaben, dass Frauen, die sich strenger gemäß der Mittelmeerdiät ernährten, mehr klinische Schwangerschaften (50 %) und Lebendgeburten (48,8 %) hatten als Frauen, die sich nur gering an die Mittelmeerdiät hielten (29 % klinische Schwangerschaften und 26,6 % Lebendgeburten). Dieser Effekt konnte nur bei Frauen unter 35 Jahren gesehen werden, bei älteren Frauen zeigte sich der Unterschied nicht.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Mittelmeerdiät einen positiven Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben könnte und den Erfolg einer künstlichen Befruchtung verbessern könnte. Aussagen über fettleibige Frauen kann die Studie allerdings nicht treffen. Die Mittelmeerdiät gilt jedoch im Allgemeinen als gesunde und ausgewogene Ernährungsform.

© Alle Rechte: DeutschesGesundheitsPortal.de

Ein Serviceangebot und weitere Themen zu Endometriose: