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Adipositas / Übergewicht

Nach einer bariatrischen Operation sinken Harnsäurewerte ab

Original Titel:
Impact of bariatric surgery on serum uric acid levels and the incidence of gout-A meta-analysis

DGP – Wissenschaftler aus Singapur fassten den derzeitigen Wissensstand zu bariatrischen Operationen, Serum-Harnsäurewerten und Gicht-Erkrankungen zusammen. Ihre zusammenfassende Analyse von 20 Studien zeigte, dass eine Gewichtabnahme durch die Operation die Serum-Harnsäurewerte der Personen sinken ließ. Dieser positive Effekt zeigte sich allerdings erst 3 Monate nach der Operation.


Gicht bezeichnet eine schmerzhafte Erkrankung der Gelenke, die durch zu viel Harnsäure im Blut verursacht wird. Hohe Harnsäurekonzentrationen können durch eine Störung der Niere, die dazu führt, dass nicht genug Harnsäure ausgeschieden wird, durch zu hohe Mengen an Purinen, die zu Harnsäure umgewandelt werden und durch eine zu hohe körpereigene Harnsäureproduktion bedingt werden. Durch eine purinarme Ernährung (mit insbesondere wenig Fleisch, Fisch, Meeresfrüchten und Alkohol) und Medikamente kann die Harnsäurekonzentration gesenkt werden.

Wissenschaftler erfassten den Zusammenhang zwischen bariatrischen Eingriffen, Serum-Harnsäurewerten und Gicht-Erkrankungen

Bei adipösen Personen wurde in der Vergangenheit festgestellt, dass bariatrische Eingriffe (= Adipositas-Operationen) niedrigere Harnsäurewerte bedingen und in der Folge auch weniger Personen an Gicht erkranken. Wissenschaftler aus Singapur machten es sich deshalb in ihrer Studie zur Aufgabe, den derzeitigen Wissensstand in Bezug auf bariatrische Eingriffe, Harnsäurewerte und Gicht-Erkrankungen zusammenzufassen. Sie fanden 20 Studien mit 5 233 Teilnehmern, die thematisch passten und die sie gemeinsam auswerteten. Bei den meisten Studien (14 Stück) wurden die Studienteilnehmer mindestens 12 Monate lang nachbeobachtet. Vor dem operativen Eingriff lag der BMI (Body Mass Index) der Personen im Schnitt bei 45,2. Die Harnsäurewerte (im Serum) lagen vor der Operation im Schnitt bei 6,5 mg/dl.

Harnsäurewerte sanken ab dem 3. Monat nach der Operation deutlich ab

Die Ergebnisse zeigten, dass die Serum-Harnsäurewerte ab dem 3. Monat nach der Operation im Schnitt um 0,73 mg/dl sanken. Nach 3 Jahren verzeichneten die Wissenschaftler eine Reduktion der Serum-Harnsäurewerte um 1,91 mg/dl. In dem 1. Monat nach der bariatrischen Operation stiegen die Serum-Harnsäurewerte allerdings an. Weitere Analyseergebnisse zeigten, dass sich ein Absinken des BMIs nach der Operation positiv auf die Serum-Harnsäurewerte auswirkte und diese absinken ließ.

Die Wissenschaftler schlussfolgerten, dass der Gewichtsverlust, der mithilfe einer bariatrischen Operation erzielt wird, zu reduzierten Serum-Harnsäurewerten beitrug und so auch die Häufigkeit von Gicht-Attacken gemindert wurde. Der positive Effekt auf die Serum-Harnsäurewerte war allerdings erst 3 Monate nach der Operation erkennbar.

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