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Adipositas / Übergewicht

Angst lass nach – Studien zeigen weniger starke Ängste bei Personen, die eine Adipositas-Operation erhalten haben

Original Titel:
The long-term effect of bariatric surgery on depression and anxiety

DGPErgebnisse dieser Studie zeigen, dass sich Adipositas-Operationen auf lange Sicht vermutlich positiv auf Ängste und Depressionen bei stark adipösen Personen auswirken.


Mittlerweise entscheiden sich viele Menschen mit starker Adipositas für eine Operation. Es gibt verschiedene Formen von Operation wie z. B. Magenband oder Magenbypass. In der Regel wird bei einer Operation der Magen verkleinert oder eingeschnürt, sodass weniger Nahrung aufgenommen werden kann und das Sättigungsgefühl schneller eintritt. Eine Operation kann zu einem deutlichen Gewichtsverlust beitragen, allerdings müssen auch immer mögliche Komplikationen bedacht werden.

Ängste und Depressionen gehen häufig Hand in Hand mit starker Adipositas

Personen mit starker Adipositas leiden häufig unter Ängsten oder Depressionen. Es ist deshalb wichtig, zu erfassen, wie sich Operationen langfristig auf diese Aspekte auswirken. Wissenschaftler aus Kanada führten aus diesem Grund eine Studie durch, bei der sie alle verfügbaren Studien zusammenfassten, die sich mit den langfristigen Auswirkungen (≥ 2 Jahre) von Adipositas-Operationen auf Ängste und Depressionen beschäftigt hatten.

Operationen wirkten sich langfristig positiv auf die psychische Gesundheit der Personen aus

Die Wissenschaftler fanden 14 Studien zu dem Thema. In 13 der 14 Studien wurde berichtet, dass die Personen 2 bis 3 Jahre nach der Operation unter weniger starken depressiven Symptomen litten. In 8 der 14 Studien wurde außerdem erfasst, wie sich die Operationen auf die Ängste der Personen auswirkten. Dabei zeigte sich, dass die Schwere von Angstsymptomen 2 Jahre nach der Operation vermindert war.

Die Wissenschaftler sahen, dass es keinen Einfluss auf den Erfolg des Gewichtsverlustes hatte, je nachdem ob die Personen vor der Operation an Ängsten oder Depressionen litten. Das Ausmaß des Gewichtsverlusts durch die Operation hatte außerdem keinen Einfluss darauf, wie sich die Schwere der Angstsymptome nach der Operation entwickelte.

Schlussfolgernd lassen diese Ergebnisse vermuten, dass sich Operationen, mit denen ein Gewichtsverlust bei stark adipösen Personen erreicht werden soll, langfristig positiv auf die psychische Gesundheit der betroffenen Personen auswirken. Die hier beschriebene Analyse zeigte, dass die Personen 2 bis 3 Jahre nach der Operation weniger starke depressive Symptome und weniger starke Angstsymptome aufwiesen.

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