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Diabetes

SGLT-2-Hemmer Dapagliflozin bietet Abhilfe bei schwerem Krankheitsverlauf

Original Titel:
Use and effectiveness of dapagliflozin in routine clinical practice: An Italian multicentre retrospective study

DGP – Der SGLT-2-Hemmer Dapagliflozin wird im Behandlungsalltag häufig bei Typ-2-Diabetes-Patienten mit schwierigem Krankheitsverlauf (lange Krankheitsdauer, schlechte Einstellung des Langzeitblutzuckers, mehrfacher Medikamentenwechsel) eingesetzt. Dank Dapagliflozin konnten bei den Patienten wichtige Parameter wie Langzeitblutzucker, Gewicht und Blutdruck verbessert werden.


In verschiedenen Studien konnte durch die Verabreichung von Medikamenten aus der Klasse der SGLT-2-Hemmer (von engl. sodium-glucose transporter-2) eine gute Verbesserung der Krankheitseinstellung bei Patienten mit Typ-2-Diabetes erreicht werden. Wie sehen diese Ergebnisse aber außerhalb von klinischen Studien im realen Alltag aus? Dieser Frage gingen italienische Forscher nach. Sie untersuchten die Wirkung des SGLT-2-Hemmers Dapagliflozin bei 17285 Patienten mit Typ-2-Diabetes. Dapagliflozin ist in der Europäischen Union seit 2012 zur Behandlung von Diabetes zugelassen. Häufig wird der Arzneistoff auch in Kombination mit Metformin eingesetzt.

Alle 17285 Patienten hatten entweder eine Therapie mit Dapagliflozin oder einem vergleichbaren antidiabetischen (= zur Behandlung von Diabetes eingesetzten) Medikament (DPP-4-Hemmer, Gliclazid oder GLP-1-Rezeptor-Agonisten) begonnen.

Dapagliflozin kam häufig bei Patienten mit schwierigerem Krankheitsverlauf zum Einsatz

Folgende Aspekte ließen sich bei jenen Patienten erkennen, die die Behandlung mit Dapagliflozin starteten: sie waren jünger, litten bereits seit einer längeren Zeit an ihrer Diabeteserkrankung und wiesen einen höheren Langzeitblutzuckerwert auf. Zudem hatten sie vor Beginn der Behandlung mit Dapagliflozin bereits viele andere Medikamente ausprobiert.

Durch die Behandlung mit Dapagliflozin konnte die Krankheitseinstellung der Patienten gebessert werden: der Langzeitblutzuckerwert konnte um 0,7 % gesenkt werden, das Körpergewicht um 2,7 kg und der obere Blutdruckwert um 3 mm Hg (mm Hg = Millimeter-Quecksilbersäule; Einheit zur Messung des Blutdrucks). Neben Dapagliflozin konnten auch die anderen antidiabetischen Medikamente zu einer Verbesserung wichtiger Krankheitsparameter bei den Patienten beitragen.

Die Analyse deckte auf, dass Dapagliflozin im realen Leben häufig bei Patienten mit schwierigem Krankheitsverlauf (lange Krankheitsdauer, schlechte Einstellung des Langzeitblutzuckers, mehrfacher Medikamentenwechsel) eingesetzt wird. Dennoch konnte Dapagliflozin bei den Patienten wichtige Parameter wie Langzeitblutzucker, Gewicht und Blutdruck verbessern. Diese positiven Effekte von Dapagliflozin hatten auch bereits die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien gezeigt.

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