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Darmkrebs

Bevacizumab und Cetuximab bei metastasiertem Darmkrebs: auch ältere Patienten profitieren

Original Titel:
Patterns of Use, Safety, and Effectiveness of Targeted Therapies in First-Line Treatment of Metastatic Colorectal Cancer According to Age: The STROMBOLI Cohort Study

DGP – Die Wirkstoffe Bevacizumab und Cetuximab kommen zusammen mit einer Chemotherapie beim metastasierten Darmkrebs zum Einsatz. Wissenschaftler stellten in der vorliegenden Studie fest, dass ältere Patienten von dieser Behandlung ebenso profitierten wie jüngere Patienten.


Zielgerichtete Therapien werden bei einem metastasierten Darmkrebs immer häufiger angewandt. Auch die aktuelle Leitlinie „S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom, 2017“ empfiehlt, zielgerichtete Wirkstoffe wie Bevacizumab oder Cetuximab bereits bei der ersten Therapie in Kombination mit einer Chemotherapie einzusetzen. Doch ist diese intensive Behandlung auch für ältere Patienten geeignet? Dies untersuchten Wissenschaftler aus Frankreich.

Wissenschaftler verglichen ältere und jüngere Patienten miteinander

Die Wissenschaftler schlossen 800 Patienten mit einem metastasierten Darmkrebs in ihre Studie ein. 62,3 % der Patienten waren Männer. Die Hälfte der Patienten war älter als 64 Jahre. Die Patienten bekamen bei ihrer ersten Therapie entweder Bevacizumab (411 Patienten) oder Cetuximab (389 Patienten). Die Wissenschaftler verglichen die Vorgehensweise, die Nebenwirkungen und den Krankheitsverlauf von älteren (mindestens 75 Jahre alt, 126 Patienten) und jüngere (unter 75 Jahre alt, 674 Patienten) Patienten miteinander.

Keine Unterschiede bezüglich der Nebenwirkungen und des Krankheitsverlaufs

Bei dem Vergleich fiel auf, dass die Chemotherapie der älteren Patienten häufiger als bei den jüngeren Patienten auf 5-Fluorouracil allein basierte. Was schwere unerwünschte Ereignisse anging, so traten diese bei beiden Altersgruppen gleich häufig auf. Ähnlich sah das beim Krankheitsverlauf aus: weder das 2-Jahres-Überleben noch das Überleben ohne Fortschreiten der Erkrankung unterschied sich zwischen den Altersgruppen. Dieses Ergebnis kam zustande, nachdem andere Risikofaktoren berücksichtigt wurden.

Ältere Patienten (über 74 Jahre) konnten somit genauso wie die jüngeren Patienten von den zielgerichteten Therapien mit Bevacizumab und Cetuximab profitieren – und zwar ohne größere Sicherheitsbedenken.

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