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COPD

Lungenrehabilitation von zu Hause aus

Original Titel:
Comparison of unsupervised home-based pulmonary rehabilitation versus supervised hospital outpatient pulmonary rehabilitation in patients with chronic obstructive pulmonary disease

Kurz & fundiert

  • COPD-Patienten nahmen entweder von zu Hause ohne Aufsicht oder ambulant mit Betreuung an einem Lungenrehabilitationsprogramm teil
  • Auch wenn die Patienten das Programm zu Hause durchliefen, konnten Verbesserungen erzielt werden
  • Stärker profitierten jedoch die Patienten, die während der Lungenrehabilitation betreut wurden

 

DGP – Mit der Teilnahme an einem Lungenrehabilitationsprogramm konnten COPD-Patienten ihre Belastbarkeit, Lebensqualität, Atemnot, Ängste und Depressionen verbessern – und zwar auch dann, wenn sie dieses allein zu Hause durchführten. Allerdings schienen die Patienten stärker von dem Rehabilitationsprogramm zu profitieren, wenn sie dabei betreut wurden.


Ein Lungenrehabilitationsprogramm setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen. Zu diesen gehören beispielsweise Patientenschulungen, Atemübungen und körperliches Training. Dass Patienten mit einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) von der Lungenrehabilitation (Lungen-Reha) profitieren, wurde bereits in mehreren Studien gezeigt. In der Regel findet die Lungen-Reha stationär oder ambulant statt. Für viele Patienten stellt das Hürden dar, weil ihnen die Zeit fehlt oder die Anfahrt schwierig ist. Aus diesem Grund wäre es praktisch, wenn eine Lungen-Reha auch allein von zu Hause aus durchgeführt werden könnte. Ob dies möglich ist, untersuchten Wissenschaftler aus der Türkei und den USA und verglichen eine Lungenrehabilitation, die zu Hause ohne Aufsicht durchgeführt wurde, mit einer betreuten ambulanten Lungenrehabilitation.

COPD-Patienten nahmen an einem Lungenrehabilitationsprogramm teil – entweder zu Hause oder ambulant

Die Wissenschaftler werteten rückblickend die Daten von 247 COPD-Patienten aus, von denen 120 Patienten eine betreute ambulante Lungenrehabilitation durchliefen und 127 Patienten stattdessen das Lungenrehabilitationsprogramm zu Hause ohne Betreuung durchführten. Von den Patienten, die die Übungen zu Hause machten, führten 60 Patienten (47 %) das Programm bis zum Ende durch. Bei den restlichen 67 Patienten (53 %) brach der Kontakt ab.

COPD-Patienten profitierten stärker von einem betreuten Lungenrehabilitationsprogramm

Patienten, die zu Hause an dem Lungenrehabilitationsprogramm teilnahmen, zeigten Verbesserungen in ihrer körperlichen Belastbarkeit, in ihrer Lebensqualität, in Bezug auf Atemnot, Ängste und Depression. Im Vergleich erzielten bei all diesen Punkten die Patienten, die bei ihrem Lungenrehabilitationsprogramm betreut wurden, jedoch größere Verbesserungen als die Patienten, die dieses zu Hause durchführten.

COPD-Patienten profitierten somit von dem Lungenrehabilitationsprogramm – egal, ob sie es allein zu Hause oder ambulant unter Betreuung absolvierten. Der Vergleich machte jedoch deutlich, dass die Patienten, die bei dem Lungenrehabilitationsprogramm betreut werden, größere Verbesserungen nach dem Rehabilitationsprogramm erzielten.

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