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Asthma

Behandlung des Asthma-COPD-Overlap-Syndroms: ICS und LABA

Original Titel:
Comparative safety and effectiveness of inhaled bronchodilators and corticosteroids for treating asthma-COPD overlap: a systematic review and meta-analysis

Kurz & fundiert

  • Wissenschaftler werteten die Ergebnisse von mehreren Studien aus, die sich mit der Behandlung des Asthma-COPD-Overlap-Syndroms mit inhalativen Kortikosteroiden (ICS) und langwirksamen Beta-2-Agonisten (LABA) befassten
  • Sie kamen zu folgenden Ergebnissen:
    • LABA reduzierten das Herzinfarktrisiko
    • LABA/ICS reduzierten das Sterberisiko und das Risiko für Krankenhausaufenthalte

 

DGP – Für die Behandlung des Asthma-COPD-Overlap-Syndroms werden unter anderem inhalative Kortikosteroide (ICS) und langwirksame Beta-2-Agonisten (LABA) eingesetzt. Wissenschaftler stellten in der vorliegenden Studie fest, dass LABA das Risiko für Herzinfarkt und die Kombination aus LABA und ICS das Risiko für Krankenhausaufenthalte und das Sterberisiko reduzierten.


Patienten, die unter dem Asthma-COPD-Overlap-Syndrom leiden, haben sowohl Symptome bzw. Befunde, die auf Asthma hindeuten, als auch welche, die typischerweise mit COPD einhergehen. Für die Behandlung kommen unter anderem inhalative Kortikosteroide (ICS) und langwirksame Beta-2-Agonisten (LABA), die die Bronchien erweitern, in Frage. Wissenschaftler aus Kanada befassten sich mit diesen Wirkstoffen bei Patienten mit Asthma-COPD-Overlap-Syndrom.

Wissenschaftler nutzen die Daten bereits veröffentlichter Studien

Die Wissenschaftler gingen in internationalen Datenbanken auf die Suche nach Studie, die bis Juni 2018 veröffentlicht wurden. In ihre Analyse bezogen die Wissenschaftler die Studien mit ein, die die Wirksamkeit und Sicherheit von LABA, ICS oder eine Kombination aus beidem bei Patienten mit Asthma-COPD-Overlap-Syndrom untersucht hatten. 10 Studien genügten ihren Ansprüchen. Auf diese Weise standen den Wissenschaftler die Daten von 181603 Teilnehmern zur Verfügung.

Risikoreduktion durch LABA und LABA/ICS

Die Wissenschaftler führten mit den Studienergebnisse verschiedene Analysen durch. Dabei stellten sie fest, dass Patienten, die LABA bekamen, ein geringeres Risiko für einen Herzinfarkt hatten als Patienten, die diesen Wirkstoff nicht bekamen. Außerdem war die Kombination aus einem ICS und einem LABA (LABA/ICS) mit einem geringeren Risiko für einen Krankenhausaufenthalt oder Todesfall verbunden. Was die Abnahme der Lungenfunktion anging, konnten keine deutlichen Unterschiede zwischen Patienten, die LABA, ICS oder beides inhalierten, und Patienten, die stattdessen ein Placebo erhielten, beobachtet werden. Daten bezüglich der Krankheitsschübe und Knochenbrüche fehlten, weshalb diesbezüglich keine vergleichende Analyse durchgeführt werden konnte.

Bei Patienten mit Asthma-COPD-Overlap-Syndrom schien LABA somit das Risiko für einen Herzinfarkt und die Kombination aus LABA und ICS das Sterberisiko und das Risiko für Krankenhausaufenthalte zu senken.

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