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Brustkrebs

Neoadjuvante Chemotherapie-Behandlungen: wie früh muss damit begonnen werden?

Original Titel:
Time to initiation of neo-adjuvant chemotherapy for breast cancer treatment does not influence patient survival: A study of US breast cancer patients

Kurz & fundiert

  • Bei neoadjuvanten Chemotherapie-Behandlungen, die Frauen mit triple-negativem und HER2-positivem Brustkrebs innerhalb der ersten 6 Monate nach ihrer Diagnose erhielten, spielte der genaue Zeitpunkt des Behandlungsbeginns keine Rolle für das Überleben der Frauen

 

DGP – Ergebnisse einer Analyse aus den USA zeigten, dass neoadjuvante Chemotherapie-Behandlungen bei Brustkrebspatientinnen mit triple-negativem und HER2-positivem Brustkrebs heutzutage rechtzeitig gestartet werden. Für das Überleben der Frauen waren es unerheblich, wann genau die neoadjuvanten Behandlungen innerhalb der ersten 6 Monate nach ihrer Diagnose gestartet wurden.  


Chemo- oder Strahlentherapiebehandlungen, die Brustkrebspatientinnen nach der Operation erhalten, sollten rechtzeitig beginnen, um die besten Behandlungsergebnisse zu erzielen. Wissenschaftler gingen nun in einer Studie der Frage nach, ob es eine Rolle spielt, zu welchem Zeitpunkt neoadjuvante Chemotherapie-Behandlungen gestartet werden. Neoadjuvante Behandlungen sind Behandlungen, die Frauen vor der Operation erhalten, beispielsweise um Tumoren zu verkleinern, die sonst nicht operabel wären.

Für ihre Analyse betrachteten die Wissenschaftler erwachsene Brustkrebspatientinnen, die in den Jahren 2010 und 2011 die Diagnose Brustkrebs im Stadium I bis III erhalten hatten. Frauen mit hormonabhängigem Krebs ohne HER2-Rezeptoren (HER2-negativ) wurden von der Analyse ausgeschlossen. Alle Frauen hatten innerhalb von 6 Monaten nach ihrer Diagnose eine neoadjuvante Chemotherapie-Behandlung erhalten.

Für das Überleben der Frauen spielte der genaue Behandlungsbeginn keine Rolle

Die Analyse umschloss 12 806 Frauen mit einem Durchschnittsalter von 52 Jahren. 50 % der Frauen litten an triple-negativem Brustkrebs, 20 % an HER2-positivem Brustkrebs, der nicht hormonabhängig war und 30 % an HER2-positivem, hormonabhängigem Brustkrebs. Im Schnitt hatten die Frauen 4 Wochen nach der Diagnose die neoadjuvante Chemotherapie-Behandlung erhalten (Spannbreite: 0 bis 26 Wochen). Die Analyse zeigte, dass es für das Überleben der Patientinnen unerheblich war, wann die neoadjuvanten Chemotherapie-Behandlungen in den 6 Monaten nach ihrer Diagnose gestartet wurden. Dies galt für die Frauen aus allen 3 betrachteten Gruppen.

Die Wissenschaftler schlussfolgerten aufgrund ihrer Ergebnisse, dass Brustkrebspatientinnen mit triple-negativem und HER2-positivem Brustkrebs neoadjuvante Chemotherapie-Behandlungen heutzutage rechtzeitig erhalten. Wann genau die Frauen die neoadjuvanten Behandlungen innerhalb der ersten 6 Monate nach ihrer Diagnose erhielten, wirkte sich nicht auf die Überlebenschancen der Frauen aus.

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