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Arthritis / Rheuma

Aktualisierte Empfehlungen der EULAR zur rheumatoiden Arthritis

Original Titel:
EULAR recommendations for the management of rheumatoid arthritis with synthetic and biological disease-modifying antirheumatic drugs: 2019 update

Kurz & fundiert

  • Empfehlungen für das Management der rheumatoiden Arthritis mit DMARD der EULAR von 2019
  • Bei unzureichender Wirksamkeit sollte die Therapie nach 3 bis 6 Monaten gewechselt werden

 

DGPInsgesamt entsprechen die EULAR-Empfehlungen weitestgehend der deutschen Leitlinie zum Management der frühen rheumatoiden Arthritis, die ebenfalls seit Dezember in einer aktualisierten Version vorliegt.


Die EULAR (European League Against Rheumatism) hat ihre Empfehlungen für das Management der rheumatoiden Arthritis mit DMARD aktualisiert. Das Update von 2019 berücksichtigt die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse seit dem Update von 2016. Die internationalen Experten führten dafür zwei systematische Literaturrecherchen durch und stimmten über die Empfehlungen ab.

Die Wissenschaftler äußern sich zu systemischen Therapien

Die Empfehlungen fokussierten sich auf den Einsatz von konventionellen synthetischen DMARD (csDMARD: Methotrexat, Leflunomid und Sulfasalazin), Glukokortikoiden, biologischen DMARD (Adalimumab, Certolizumab Pegol, Etanercept, Golimumab, Infliximab, Abatacept, Rituximab, Tocilizumab, Sarilumab und Biosimilars) und zielgerichtete synthetische DMARD (Tofacitinib, Baricitinib, Filgotinib, Upadacitinib).

Die Experten einigten sich auf 5 übergreifende Prinzipien und 12 Empfehlungen zu den Medikamenten. Dabei umfassen die Empfehlungen auch Anmerkungen zu Mono- und Kombinationstherapie, zu Behandlungsstrategien (treat to target), zum Ausschleichen der Medikamente und zu Kosten und Reihenfolge der Medikamente.

Bei unzureichender Wirksamkeit sollte die Therapie nach 3 bis 6 Monaten gewechselt werden

Die Wissenschaftler empfehlen zunächst Methotrexat und Kortikosteroide. Wenn die Behandlung nach 3 bis 6 Monaten nicht anspricht, sollte gemäß der Risikofaktoren weiter verfahren werden. Bei schlechten Prognosefaktoren (Autoantikörper, hohe Krankheitsaktivität, frühe erosive Veränderungen oder das Fehlschlagen von zwei csDMARD) sollten biologische oder zielgerichtete synthetische DMARD zusätzlich zum csDMARD eingesetzt werden. Danach sollte dann ein anderes biologisches oder zielgerichtetes synthetisches DMARD eingesetzt werden. Bei anhaltender Remission können DMARD ausgeschlichen, aber nicht vollständig gestoppt werden. Evidenzlevel und Übereinstimmung der Experten waren meist hoch.

Insgesamt entsprechen die EULAR-Empfehlungen weitestgehend der deutschen Leitlinie zum Management der frühen rheumatoiden Arthritis, die ebenfalls seit Dezember in einer aktualisierten Version vorliegt.

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