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Brustkrebs

Vergleich von CDK4/6-Hemmern mit dem mTOR-Hemmer Everolimus als Zweitlinientherapie bei postmenopausalen Patientinnen mit fortgeschrittenem, hormonrezeptor-positivem Brustkrebs

Original Titel:
CDK4/6 inhibition versus mTOR blockade as second-line strategy in postmenopausal patients with hormone receptor-positive advanced breast cancer: A network meta-analysis

DGPDie Behandlung mit CDK4/6-Hemmern (Palbociclib und Abemaciclib) oder dem mTOR-Hemmer Everolimus kann bei fortgeschrittenem Brustkrebs, der unter der Therapie mit Aromatasehemmern voranschreitet, die endokrine Sensitivität wiederherstellen. Wissenschaftler verglichen die Behandlungen – CDK4/6-Hemmer vs. mTOR-Hemmer – in einer Netzwerk-Meta-Analyse.


Die zu vergleichenden Outcomes waren das progressionsfreie Überleben (PFS), die objektive Ansprechrate (ORR) und die klinische Nutzenrate (CBR). Die Wissenschaftler durchsuchten die Datenbanken PubMed und Embase nach geeigneten Studien, die zwischen Januar 2000 und Juni 2008 zu diesem Thema publiziert wurden. Mithilfe der Netzwerk-Meta-Analyse wurde ein Ranking der Behandlungen erstellt.

Gleich gute Wirksamkeit bei beiden Wirkstoffgruppen

Sechs Studien mit 4063 Patientinnen standen für die Analyse zur Verfügung. Verglichen mit Everolimus plus Exemestan waren Kombinationen von Palbociclib oder Abemaciclib mit Fulvestrant vergleichbar gut in Bezug auf das PFS. Auch in Bezug auf die ORR gab es keine Unterschiede. Hinsichtlich des CRB zeigte sich bei Palbociclib eine Verbesserung, nicht aber bei Abemaciclib. Hinsichtlich schwerer unerwünschte Ereignisse gab es keine Unterschiede zwischen den Behandlungen. Ein Abbruch der Behandlung aufgrund von Nebenwirkungen erfolgte bei 29 %, 15,9 % und 4 % der Patienten unter Behandlung mit Everolimus, Abemaciclib bzw. Palbociclib.

Die CDK4/6-Hemmer Palbociclib und Abemaciclib und der mTOR-Hemmer Everolimus werden zur Behandlung von fortgeschrittenem, hormonrezeptor-positivem Brustkrebs eingesetzt. Sie waren gemäß den Ergebnissen dieser Netzwerk-Meta-Analyse gleich effektiv, was das progressionsfreie Überleben, die objektive Ansprechrate und die klinische Nutzenrate anging. Bei den CDK4/6-Hemmern zeichnete sich allerdings ein besseres Sicherheitsprofil ab.

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