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COPD

Bronchodilatatoren im Doppelpack bringen Vorteile bei COPD

Original Titel:
Dual LABA/LAMA Therapy versus LABA or LAMA Monotherapy for COPD: A Systematic Review and Meta-analysis in Support of the American Thoracic Society Clinical Practice Guideline

Kurz & fundiert

  • Wissenschaftler führten eine Meta-Analyse mit 24 Studien durch, in der sie eine Kombinationstherapie mit LABA und LAMA mit einer LABA- oder LAMA-Monotherapie verglichen
  • Die Meta-Analyse beinhaltete die Daten von 45 441 COPD-Patienten mit Atemnot und/oder mangelnder körperliche Belastbarkeit
  • Im Vergleich schnitt die Kombinationstherapie besser ab – und zwar im Hinblick auf Krankenhauseinweisungen und akute Exazerbationen
  • Das Sicherheitsprofil der Kombinationstherapie war vergleichbar mit dem der Monotherapien

 

DGP – Aus der vorliegenden Meta-Analyse schlussfolgerten die Wissenschaftler, dass Patienten mit Atemnot und/oder mangelnder körperliche Belastbarkeit stärker von einer Kombinationstherapie aus LAMA und LABA als von einer LABA- oder LAMA-Monotherapie profitierten. Die Kombinationstherapie reduzierte Krankenhauseinweisungen und akute Exazerbationen mit vergleichbarem Sicherheitsprofil.


Für die Behandlung der chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) kommen standardmäßig Bronchodilatatoren wie langwirksame Beta-2-Agonisten (LABA) und langwirksame Muskarinrezeptor-Antagonisten (LAMA) zum Einsatz. Die beiden Wirkstoffklassen können auch miteinander kombiniert werden. Mehrere Studien haben bereits den Einsatz eine LABA- bzw. LAMA-Monotherapie mit einer Kombinationstherapie aus LABA und LAMA als Erstlinientherapie bei symptomatischer COPD verglichen. Um einen Überblick über die derzeitige Datenlage zu dieser Thematik zu bekommen, führten Wissenschaftler aus Kanada und den USA eine entsprechende Meta-Analyse durch. Dabei stand die Frage im Fokus, ob Patienten mit Atemnot und/oder mangelnder körperliche Belastbarkeit von der Kombinationstherapie stärker profitierten als von einer LABA- oder LAMA-Monotherapie.

Wissenschaftler führten eine Meta-Analyse mit 24 Studien durch

Die Wissenschaftler suchten in verschiedenen internationalen Datenbanken (MEDLINE, EMBASE und Cochrane Library databases) nach randomisierten, kontrollierten Studien, die bei COPD-Patienten mit Atemnot und/oder mangelnder körperliche Belastbarkeit die Kombinationstherapie (LABA/LAMA) mit einer LABA- oder LAMA-Monotherapie verglichen. Die Wissenschaftler wurden fündig: 24 Studien mit den Daten von insgesamt 45 441 Patienten erfüllten ihre Kriterien.

COPD-Patienten profitierten stärker von der Kombinationstherapie als von der Monotherapie

Bei der Analyse stellten die Wissenschaftler fest, dass die Kombinationstherapie Vorteile brachte. Sie reduzierte signifikant Krankenhauseinweisungen (11 % Reduktion, p<0,01) und akute COPD-Exazerbationen (20 % Reduktion, p<0,002). Die Kombinationstherapie verbesserte außerdem die Atemnot und die gesundheitsbezogene Lebensqualität der Patienten, jedoch nicht im klinisch relevanten Ausmaß. Was therapiebedingte Nebenwirkungen anging, konnten die Wissenschaftler keine Unterschiede zwischen der Kombinationstherapie und den Monotherapien feststellen (RR: 0,99; p=0,34).

COPD-Patienten mit Atemnot und/oder mangelnder körperliche Belastbarkeit profitierten somit stärker davon, wenn sie LAMA und LABA kombinierten, statt diese allein anzuwenden. Das machte sich bei den Krankenhauseinweisungen und akuten Exazerbationen bemerkbar. Das Sicherheitsprofil der Kombinationstherapie war mit dem der Monotherapien vergleichbar.

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