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Diabetes

Bessere Blutzuckerkontrolle, aber auch mehr Infektionen nach Behandlung mit Dapagliflozin

Original Titel:
Efficacy and safety of dapagliflozin as monotherapy in patients with type 2 diabetes mellitus: A meta-analysis of randomized controlled trials

DGP – Wissenschaftler fassten den aktuellen Wissensstand dazu zusammen, wie wirksam und sicher eine alleinige Therapie mit dem SGLT-2-Hemmer Dapagliflozin für Patienten mit Typ-2-Diabetes ist. Es zeigte sich, dass Dapagliflozin die Blutzuckerkontrolle der Patienten verbesserte, aber auch vermehrt Infektionen auftraten.


Dapagliflozin ist ein Medikament aus der Gruppe der SGLT-2-Hemmer (SGLT stammt vom englischen Wort sodium dependent glucose transporter ab und heißt übersetzt »natriumabhängiger Glukosetransporter«), welches zu einer vermehrten Ausscheidung von Zucker über den Urin beiträgt und auf diesem Wege den Blutzuckerspiegel senkt. Wissenschaftler aus China und den USA fassten nun in ihrer Studie den derzeitigen Stand des Wissens dazu zusammen, wie effektiv und sicher eine alleinige Therapie mit Dapagliflozin für Patienten mit Typ-2-Diabetes ist.

Zusammenfassende Auswertung von 6 randomisierten, kontrollierten Studien

Die Wissenschaftler fassten die Ergebnisse von 6 Studien mit 2033 Typ-2-Diabetes-Patienten zusammen. Bei allen eingeschlossenen Studien handelte es sich um randomisierte, kontrollierte Studien: das heißt, dass die Studienteilnehmer zufällig entweder mit Dapagliflozin (Interventions- gruppe) oder mit einem Scheinmedikament, einem sogenannten Placebo (Kontrollgruppe) behandelt wurden. Die Analyseergebnisse zeigten, dass eine Therapie mit Dapagliflozin im Vergleich zu dem Placebo den Langzeitblutzuckerwert (auch als HbA1c-Wert bekannt) um 0,60 % und den Nüchtern-Blutzucker um 1,30 mmol/l senkte. Im Vergleich zu einer Behandlung mit Placebo führte die Dapagliflozin-Behandlung auch zu einem Gewichtsverlust von 1,5 kg. Allerdings litten die mit Dapagliflozin behandelten Typ-2-Diabetes-Patienten auch häufiger unter Infektionen des Harn- und Genitaltrakts. In 3 der 6 Studien wurde ermittelt, ob die Dapagliflozin-Therapie Unterzuckerungen bei den Patienten verursachte – dies war nicht der Fall.

Die Wissenschaftler schlussfolgerten, dass eine alleinige Behandlung mit Dapagliflozin für Typ-2-Diabetes-Patienten gewünschte Effekte auf die Blutzuckerkontrolle ausübte: Langzeitblutzucker und der Nüchtern-Blutzucker wurden gesenkt – und zwar ohne dass es zu Unterzuckerungen kam. Was noch wichtig war: durch die Dapagliflozin-Behandlung konnten die Diabetes-Patienten etwas Gewicht abnehmen. Allerdings ging die Behandlung mit dem Medikament auch mit vermehrten Infektionen im Harn- und Genitaltrakt einher.

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