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COPD

Auch COPD-Patienten mit milden Symptomen profitieren von regelmäßiger Therapie

Original Titel:
Outcome of Regular Inhaled Treatment in GOLD A Chronic Obstructive Pulmonary Disease Patients

Kurz & fundiert

  • Wissenschaftler verglichen COPD-Patienten mit nur milden Symptomen und wenigen Schüben (GOLD A), die keine regelmäßige Behandlung bekamen, mit Patienten, die regelmäßig Medikamente inhalierten
  • Die regelmäßige Behandlung verringerte nicht die Häufigkeit von Krankheitsschüben
  • Die regelmäßige Behandlung verbesserte jedoch die Symptome der Betroffenen

 

DGP – Ob Patienten mit einer milderen COPD (GOLD A) regelmäßig Medikamente inhalieren sollten, untersuchten Wissenschaftler in der vorliegenden Studie. Sie stellten fest, dass die regelmäßige Behandlung zwar nicht die Häufigkeit von Krankheitsschüben reduzierte, wohl aber die Symptome der Betroffenen verbesserte.


Um den Schweregrad einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) einschätzen zu können, wird diese in verschiedene Stadien eingeteilt (GOLD 1-4 und GOLD A-D). Während sich die Einteilung in GOLD 1–4 nach der gemessenen Lungenfunktion richtet, wird die Einteilung in GOLD A–D durch die Häufigkeit von Krankheitsschüben und durch die Krankheitssymptome bestimmt. Von GOLD A ist dann die Rede, wenn der Patient im letzten Jahr höchstens einen Krankheitsschub hatte, nicht ins Krankenhaus musste und nur wenige Symptome aufweist. Es handelt sich daher um eine mildere COPD. Ob auch in diesem Stadium eine regelmäßige Behandlung mit inhalativen Wirkstoffen sinnvoll ist, ist Gegenstand aktueller Diskussionen. Wissenschaftler aus Südkorea nahmen sich dieser Frage an. Sie wollten herausfinden, ob eine regelmäßige inhalative Behandlung den Krankheitsverlauf (Symptome und Häufigkeit von Krankheitsschüben) dieser Patienten verbesserte.

Die Hälfte der COPD-Patienten mit GOLD A bekamen eine regelmäßige inhalative Behandlung

Die Wissenschaftler sammelten die Daten von COPD-Patienten, die nach dem Schweregrad ihrer Erkrankung der Kategorie GOLD A angehörten und somit im vergangenen Jahr nicht mehr als einen Krankheitsschub und keinen Krankenhausaufenthalt hatten. Die Patienten wurden je nachdem, ob sie eine regelmäßige inhalative Behandlung bekamen oder nicht, in zwei verschiedenen Gruppen eingeteilt. Hierbei wurden die Patienten so ausgewählt, dass die beiden Gruppen in möglichst vielen Eigenschaften bis auf die Behandlung übereinstimmten. Auf diese Weise kamen 107 Patientenpaare zustande, deren Daten in die Analyse einflossen. Die Wissenschaftler untersuchten, wie häufig die beiden Gruppen von Krankheitsschüben betroffen waren und ob sich die Ausprägung der Symptome bei den Patienten veränderte.

Schwächere Symptome, aber ähnlich viele Krankheitsschübe bei regelmäßiger Behandlung

Bei dem Vergleich der beiden Patientengruppen konnten die Wissenschaftler keinen Unterschied bezüglich der Häufigkeit von Krankheitsschüben feststellen. Diese schien somit unabhängig davon zu sein, ob die Patienten eine regelmäßige inhalative Behandlung bekamen oder nicht. Anders sah es im Hinblick auf die Symptome aus. Diesbezüglich schienen die Patienten von der regelmäßigen Behandlung zu profitieren. Patienten, die regelmäßig entsprechende Medikamente inhalierten, hatten nämlich nach 12 Monaten weniger starke Symptome als Patienten, die keine regelmäßige Behandlung bekamen.

Bei COPD-Patienten mit GOLD A schien eine regelmäßige Therapie somit die Symptome zu verbessern. Auf die Häufigkeit von Krankheitsschüben schien die regelmäßige inhalative Therapie jedoch keinen Einfluss zu haben.

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