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Brustkrebs

Sexuelle Dysfunktion ist bei Frauen mit Brustkrebs keine Seltenheit

Original Titel:
The majority of Danish breast cancer survivors on adjuvant endocrine therapy have clinically relevant sexual dysfunction: a cross-sectional study

Kurz & fundiert

  • 333 Brustkrebs-Patientinnen, die sich einer adjuvanten Antihormontherapie unterzogen, nahmen an einer Online-Umfrage teil
  • Mehr als die Hälfte der sexuell aktiven Frauen litten unter klinisch relevanter sexuellen Dysfunktion

 

DGP – Viele Frauen, die sich einer adjuvanten Antihormontherapie unterzogen, litten unter sexueller Dysfunktion. Dies war das Ergebnis einer Online-Umfrage, an der 333 Brustkrebs-Patientinnen teilnahmen.


Eine Brustkrebserkrankung kann sich auf viele Bereiche des Lebens auswirken – auch auf das Sexualleben. Wissenschaftler aus Dänemark wollten es genauer wissen. Sie untersuchten, wie häufig Brustkrebs-Patientinnen, die sich einer adjuvanten Antihormontherapie unterzogen, von sexueller Dysfunktion betroffen waren und welche Faktoren damit im Zusammenhang standen. Aus diesem Grund luden sie Brustkrebs-Patientinnen dazu ein, an einer entsprechenden Online-Umfrage teilzunehmen.

333 Brustkrebs-Patientinnen nahmen an einer Online-Umfrage teil

333 Frauen mit Brustkrebs, die sich seit mindestens drei Monaten einer adjuvanten Antihormontherapie unterzogen, nahmen an der Online-Umfrage teil. Sie waren durchschnittlich 58,7 Jahre alt. Bestandteil der Online-Umfrage waren standardisierte Messungen der sexuellen und psychosozialen Funktion der Patientinnen. Mit Hilfe des Female Sexual Function Index (FSFI) and Sexual Complaint Screener – Women (SCS-W) wurde klinisch relevante sexuelle Dysfunktion erfasst. Die Wissenschaftler suchten zudem nach Faktoren, die mit der sexuellen Dysfunktion im Zusammenhang standen.

Viele Frauen litten unter sexueller Dysfunktion

Von den 333 Frauen waren 227 Frauen sexuell aktiv. Von den sexuell aktiven Frauen wiesen 134 Frauen (59 %) eine klinisch relevante sexuelle Dysfunktion auf. 78 von ihnen (58 %) sahen die Krebstherapie als Hauptgrund für ihre sexuellen Probleme. Die Wissenschaftler identifizierten Faktoren, die mit der sexuellen Dysfunktion einhergingen. Dazu zählten Scheidentrockenheit (aOR: 2,25; 95 % KI: 1,52-3,34; p<0,01) und psychisches Wohlbefinden (aOR: 1,11; 95 % KI: 1,52-3,34, p<0,01). Das Alter hatte hingegen keinen Einfluss auf die sexuelle Dysfunktion.

Viele sexuell aktive Brustkrebs-Patientinnen, die sich einer adjuvanten Antihormontherapie unterzogen, litten somit unter sexueller Dysfunktion. Dieses Problem sollte bei der Betreuung der Patienten berücksichtigt werden.

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