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COPD

COPD: Zusammenhang zwischen BMI und Lebensqualität

Original Titel:
The relationship between body mass index and health-related quality of life in COPD: real-world evidence based on claims and survey data

 












Kurz & fundiert
  • Wissenschaftler untersuchten die gesundheitsbezogene Lebensqualität von 11 577 COPD-Patienten
  • Patienten mit GOLD-Stadium 1-3 hatten die beste gesundheitsbezogenen Lebensqualität, wenn sie einen BMI um die 25 kg/m2 aufwiesen
  • Bei Patienten mit GOLD-Stadium 4 schien sich Adipositas hingegen nicht negativ auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität auszuwirken

 

DGP – COPD-Patienten mit GOLD-Stadium 1-3 hatten die beste gesundheitsbezogenen Lebensqualität, wenn sie einen BMI um die 25 kg/m2 aufwiesen. Zu diesem Ergebnis kamen deutsche Wissenschaftler in der vorliegenden Studie.


Der Body Mass Index (BMI) hat einen großen Einfluss auf den Gesundheitszustand und die Lebensqualität. Wissenschaftler aus Deutschland stellten sich die Frage, welches Gewicht für COPD-Patienten empfehlenswert ist. Um das herauszufinden, führten sie eine Studie durch, in der sie den Zusammenhang zwischen dem BMI und der Lebensqualität von COPD-Patienten untersuchten.

Wissenschaftler untersuchten die gesundheitsbezogene Lebensqualität von COPD-Patienten

11 577 COPD-Patienten wurden in die Studie eingeschlossen. Sie waren im Durchschnitt 69,4 Jahre alt. 59 % waren Männer. Mit Hilfe des Fragebogens EQ-5D-5L mit visueller Analogskala (VAS) und dem COPD Assessment Test (CAT) wurden die generische bzw. die krankheitsspezifische gesundheitsbezogene Lebensqualität der Patienten ermittelt. Die Wissenschaftler teilten die Patienten nach ihrem GOLD-Stadium in verschiedene Gruppen ein und untersuchten, wie der BMI mit der gesundheitsbezogenen Lebensqualität der jeweiligen Patientengruppen zusammenhängt.

Je nach GOLD-Stadium war ein anderer BMI für die Lebensqualität vorteilhaft

Bei der Analyse stellten die Wissenschaftler fest, dass Patienten mit GOLD-Stadien 1-3 die beste generische und krankheitsspezifische gesundheitsbezogene Lebensqualität aufwiesen, wenn sie einen BMI von etwa 25 kg/m2hatten. Beim GOLD-Stadium 4 hatten hingegen die adipösen Patienten die beste generische und krankheitsspezifische gesundheitsbezogene Lebensqualität, wenn verschiedene Variablen wie Raucherstatus, Einkommen, Komorbiditäten, Emphyseme, Verwendung von Kortikosteroide und Tage im Krankenhaus berücksichtigt wurden. Untergewicht ging bei allen GOLD-Stadien mit einer geringeren gesundheitsbezogenen Lebensqualität einher.

COPD-Patienten mit GOLD-Stadien 1-3 schienen somit eine bessere gesundheitsbezogene Lebensqualität zu haben, wenn sie einen BMI um 25 kg/m2 haben. Adipöse Patienten mit diesen GOLD-Stadien könnten demnach davon profitieren, wenn sie ihr Gewicht reduzieren. Bei sehr schwerer COPD (GOLD-Stadium 4) schien sich Adipositas hingegen nicht negativ auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität auszuwirken. Um BMI-Empfehlungen für COPD-Patienten auszusprechen, sollte das jeweilige GOLD-Stadium beachtet werden. Es ist jedoch zu beachten, dass sich Übergewicht, unabhängig von der empfundenen Lebensqualität, negativ auf die Gesundheit auswirken kann.

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