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COPD

Hilft nitratreicher Rote-Bete-Saft bei COPD?

Original Titel:
Efficacy of dietary nitrate-rich beetroot juice supplementation in patients with chronic obstructive pulmonary disease (COPD): A systematic review and meta-analysis

Kurz & fundiert

  • Wissenschaftler führten einen systematischen Review mit Meta-Analyse durch, in die sie 8 Studien einbezogen
  • Nitratreicher Rote-Bete-Saft hatte keinen Effekt auf kardiovaskuläre Parameter (Blutdruck, Herzfrequenz)
  • Auch auf die Trainingsleistung (6-Minuten-Gehtest, Ausdauer beim Fahrradergometer, maximaler Sauerstoffverbrauch) hatte der nitratreiche Saft keinen Einfluss
  • Das nitratreiche Getränk verbesserte jedoch das körperliche Belastungsempfinden, was ein erhöhtes Maß an Bewegung und körperlicher Aktivität widerspiegelt

 

DGP – Wissenschaftler konnten in ihrer Meta-Analyse von 8 Studien keinen Zusammenhang zwischen nitratreichem Rote-Bete-Saft und kardiovaskulären Parametern (Blutdruck, Herzfrequenz) bzw. Trainingsleistung (6-Minuten-Gehtest, Ausdauer beim Fahrradergometer, maximaler Sauerstoffverbrauch) feststellen.


Bezüglich nitratreichem Rote-Bete-Saft und COPD findet man in der Literatur teils widersprüchliche Daten. Um sich einen Überblick über die derzeitige Datenlage zu dieser Thematik zu machen, führten Wissenschaftler aus Ägypten einen systematischen Review mit Meta-Analyse durch.

Systematischer Review mit Meta-Analyse von 8 Studien

Für ihren systematischen Review mit Meta-Analyse durchsuchten die Wissenschaftler verschiedene, internationale Datenbanken (Scopus, PubMed, Cochrane und Web of Science) nach geeigneten Studien, die bis Dezember 2020 veröffentlich wurden. Sie fanden insgesamt 8 Studien, die ihre Kriterien erfüllten und in die Analyse einbezogen wurden.

Keine Effekte von nitratreichem Rote-Bete-Saft auf kardiovaskuläre Parameter und Trainingsleistung

Bei der zusammenfassenden Analyse konnten die Wissenschaftler keinen Zusammenhang zwischen nitratreichem Rote-Bete-Saft und systolischem Blutdruck, diastolischem Blutdruck, Herzfrequenz, 6-Minuten-Gehtest, Ausdauer beim Fahrradergometer und maximalem Sauerstoffverbrauch (VO2) feststellen (keine signifikanten Unterschiede zwischen nitratreichem Rote-Bete-Saft und Placebo). Anders sah es bei dem körperlichen Belastungsempfinden (Borg-Skala der RPE-Werte (Received Perception of Exertion)) aus. Der nitratreiche Rote-Bete-Saft verbesserte im Vergleich zum Placebo diese Werte signifikant.

Nitratreicher Rote-Bete-Saft hatte somit weder einen Effekt auf kardiovaskuläre Parameter (Blutdruck, Herzfrequenz) noch Einfluss auf die Trainingsleistung (6-Minuten-Gehtest, Ausdauer beim Fahrradergometer, maximaler Sauerstoffverbrauch). Das nitratreiche Getränk verbesserte jedoch das körperliche Belastungsempfinden, was ein erhöhtes Maß an Bewegung und körperlicher Aktivität widerspiegelt.

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