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Prostatakrebs

Knochenmetastasen bei neu diagnostiziertem Prostatakrebs

Original Titel:
The prevalence and locations of bone metastases using whole-body MRI in treatment-naïve intermediate- and high-risk prostate cancer

 






Kurz & fundiert
  • 161 Prostatakrebs-Patienten mit PSA-Wert > 20 ng/ml, Gleason-Grad ≥ 3, cT ≥ 2c und/oder Symptome in den Knochen unterzogen sich einer Ganzkörper-MRT
  • Bei 12 Patienten (7 %) wurden Knochenmetastasen aufgespürt
  • Bei allen Patienten war das Becken betroffen mit oder ohne zusätzliche Beteiligung der Wirbelsäule

 

DGP – Prostatakrebs-Patienten mit intermediärem oder hohem Risiko unterzogen sich einer Ganzkörper-MRT. Bei 7 % wurden auf diesem Weg Knochenmetastasen entdeckt.


Um bei der Prostatakrebs-Diagnose Metastasen aufzuspüren, eignet sich eine Ganzkörper-MRT. Das Risiko, bereits bei der Diagnose Metastasen aufzuweisen, unterscheidet sich ja nach Tumoreigenschaften. Aus diesem Grund werden nicht alle Patienten einer Ganzkörper-MRT unterzogen. Wissenschaftler aus Norwegen untersuchten, wie häufig und wo Knochenmetastasen bei den Patienten auftraten, die für ein Ganzkörper-MRT in Frage kamen.

Prostatakrebs-Patienten mit intermediärem oder hohem Risiko unterzogen sich einer Ganzkörper-MRT

Die Wissenschaftler analysierten Daten von 161 Patienten, die neu mit Prostatakrebs diagnostiziert und zu einem Ganzkörper-MRT überwiesen wurden. Das mediane Alter der Patienten betrug 71 Jahre. Die Überweisung erfolgte, weil einer oder mehrere der folgenden Kriterien erfüllt waren: PSA-Wert > 20 ng/ml, Gleason-Grad ≥ 3, cT ≥ 2c, Symptome in den Knochen. 36 Patienten (22 %) hatten ein intermediäres Risiko und die restlichen 125 Patienten (78 %) hatten ein hohes Risiko. Die Wissenschaftler untersuchten, ob und wo bei den Patienten Metastasen auftraten.

7 % der Patienten wiesen Knochenmetastasen auf

Die Patienten hatten im Median einen PSA-Wert von 13 ng/ml. Bei insgesamt 12 Patienten (7 %) konnten im MRT Knochenmetastasen nachgewiesen werden. Jeder von ihnen zählte mit Gleason-Grad ≥ 4 zur Hochrisiko-Gruppe. Bei 4 Patienten war nur das Becken betroffen, während die anderen 8 Patienten sowohl im Becken als auch in der Wirbelsäule Knochenmetastasen aufwiesen. Kein Patient hatte Metastasen in der Wirbelsäule, ohne gleichzeitig Knochenmetastasen im Becken aufzuweisen.

Knochenmetastasen traten bei Patienten, die aufgrund der Krebseigenschaften für ein Ganzkörper-MRT in Frage kamen, recht selten auf. Bei Patienten mit einem Gleason-Grad ≤ 3 wurden keine Knochenmetastasen gefunden.

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