Das GesundheitsPortal für innovative Arzneimittel, neue Therapien und neue Heilungschancen

Rheuma: Zusammenhang zwischen metabolischem Syndrom und BMI

Original Titel:
The relationship between weight status and metabolic syndrome in patients with rheumatoid arthritis and spondyloarthritis

DGP – Eine Studie aus Frankreich untersuchte, wie Gewicht und metabolisches Syndrom bei rheumatologischen Erkrankungen zusammenhängen. Die Häufigkeit des metabolischen Syndroms war demnach bei Patienten mit rheumatoider Arthritis und Spondyloarthritis ähnlich zu Kontrollen, wenn Alter und Geschlecht berücksichtigt wurden. Je nach BMI und Verteilung des Körperfetts gab es jedoch Unterschiede zwischen Spondyloarthritis und rheumatoider Arthritis.


Patienten mit rheumatoider Arthritis oder Spondyloarthritis haben vermehrt mit Übergewicht oder kardiovaskulären Erkrankungen zu kämpfen. Eine Studie aus Frankreich untersuchte jetzt den Zusammenhang zwischen dem Gewicht und dem metabolischen Syndrom.

Die Studie untersuchte 75 Patienten mit rheumatoider Arthritis, 80 mit Spondyloarthritis und 998 Kontrollen. Die Patienten waren noch nicht mit Biologika behandelt worden. 28 % der Patienten mit rheumatoider Arthritis, 22,5 % der Patienten mit Spondyloarthritis und 19 % der Kontrollen litten am metabolischen Syndrom. Die Alters- und Geschlechts-standardisierte Prävalenz des metabolischen Syndroms war nicht signifikant unterschiedlich bei rheumatoider Arthritis (19 %, 95 % KI: 11 % bis 27 %), Spondyloarthritis (26 %, 95 % KI: 16 % bis 36 %) und Kontrollen (16 %, 95 % KI: 14 % bis 18 %).

Vergleich von rheumatoider Arthritis, Spondyloarthritis und Kontrollen

Die standardisierte Prävalenz des metabolischen Syndroms bei Berücksichtigung des BMI war geringer bei adipösen RA-Patienten (15 %, 95 % KI: 4 % bis 27 %) im Vergleich zu adipösen Kontrollen (48 %, 95 % KI: 40 % bis 55 %) oder adipösen Spondyloarthritis-Patienten (36 %, 95 % KI: 26 bis 45 %). Bei normalgewichtigen RA-Patienten betrug die standardisierte Prävalenz 16 % (95 % KI: 7 % bis 25 %) verglichen mit 5 % (95 % KI: 0 % bis 11 %) bei Spondyloarthritis und 6 % (95 % KI: 4 % bis 8 %) bei Kontrollen. Bei nicht-adipösen Patienten mit Spondyloarthritis war das metabolische Syndrom assoziiert mit abdominaler Adipositas, der viszeralen Fettmasse und dem kardiovaskulären Risiko.

Häufigkeit des metabolischen Syndroms abhängig von Rheumaart und Fettverteilung

Die Häufigkeit des metabolischen Syndroms war bei Patienten mit rheumatoider Arthritis und Spondyloarthritis ähnlich zu Kontrollen, wenn Alter und Geschlecht berücksichtigt wurden. Je nach BMI und Verteilung des Körperfetts gab es jedoch Unterschiede. Bei normalgewichtigen Patienten mit Spondyloarthritis war mehr Bauchfett mit dem metabolischen Syndrom assoziiert. Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis schien Adipositas dagegen seltener mit dem metabolischen Syndrom einherzugehen als dies bei Kontrollen zu sehen war. Bei beiden rheumatischen Erkrankungen könnten daher unterschiedliche Mechanismen zu Grunde liegen.

© Alle Rechte: DeutschesGesundheitsPortal / HealthCom