Bei Patienten mit PIK3CA-Mutation und Hormonrezeptor-positivem, HER2-negativem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs erreichte Inavolisib plus Palbociclib-Fulvestrant signifikant längeres progressionsfreies Überleben als Placebo plus Palbociclib-Fulvestrant. Es kam zu mehr toxischen Effekten, jedoch nur selten mit Behandlungsabbruch.
Schmerzen und Funktionsstörungen der Schulter und des Arms sind nach Brustkrebs-Operationen weit verbreitet. Eine Metaanalyse von 4 randomisierten, kontrollierten Studien mit insgesamt 311 Patientinnen zeigte, dass die Spiegeltherapie im Vergleich zur konventionellen Behandlung signifikante Verbesserungen der Schmerzen und der Funktion der oberen Extremitäten erreichte. Es wurden keine unerwünschten Ereignisse im Zusammenhang mit der Spiegeltherapie dokumentiert.
Eine globale, offene, randomisiert-kontrollierte klinische Studie der Phase 3 untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit des Antikörper-Wirkstoff-Konjugats Datopotamab Deruxtecan (Datopotamab-DXd) zur Behandlung von inoperablem/metastasierendem HR+/HER2- Brustkrebs. Patienten, die Datopotomab-DXd versus Chemotherapie erhielten, erreichten statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Verbesserungen im progressionsfreien Überleben.
Eine besonders aggressive Form von Brustkrebs ist der sogenannte HER-2 positive Brustkrebs. HER2 ist die Abkürzung für die englische Bezeichnung human epidermal growth factor receptor 2, was ins Deutsche übersetzt wird als humaner epidermale Wachstumsfaktor-Rezeptor 2. Patientinnen mit Brustkrebs werden als HER2-positiv bezeichnet, wenn auf ihrem Brustkrebsgewebe sehr hohe Mengen dieses Wachstumsfaktors nachgewiesen wurden.
Pertuzumab ist ein neuartiger zielgerichteter Wirkstoff, der zur Behandlung von fortgeschrittenem Brustkrebs eingesetzt wird. Er ist gegen spezielle Merkmale auf den bösartigen Krebszellen gerichtet, sodass er sie gezielt erkennen, daran binden und somit das Tumorwachstum hemmen kann. Zwar führt Pertuzumab zu den gewünschten Therapieerfolgen, aber […]
Adipositas ist kein Risikofaktor für eine Chemotherapie- oder Trastuzumab-assoziierte Kardiotoxizität, zeigte eine retrospektive Datenanalyse über 368 Patienten mit Brustkrebs oder Lymphom. Stattdessen waren Arrhythmien in der Vorgeschichte relevant.
Eine kontrollierte Studie mit 33 Teilnehmerinnen fand mit Vitamin D einen geringfügig stärkeren Anstieg des AMH-Spiegels 6 Monate nach der Brustkrebs-Chemotherapie, jedoch keinen signifikant protektiven Effekt der Nahrungsergänzung auf die für die Fruchtbarkeit kritische ovarielle Reserve. Weitere Studien sollen mit besserer Dosierung und Behandlungsdauer die Effekte von Vitamin D überprüfen.
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 7 Studien fand, dass eine Atemtechnik mit tiefem Einatmen und Luftanhalten während der postoperativen Radiotherapie auch bei rechtsseitigem Brustkrebs für eine signifikant reduzierte Strahlendosis in Herz, Leber und Lunge sorgt.
Eine neoadjuvante Behandlung mit Pembrolizumab plus Chemotherapie gefolgt von adjuvanter Behandlung mit Pembrolizumab erreichte in einer Phase-3-Studie eine signifikante Verbesserung der Gesamtüberlebensrate bei triple-negativem Brustkrebs im Frühstadium im Vergleich zu Chemotherapie ohne Pembrolizumab.
In einer klinischen Studie wurden die Wirksamkeit unterschiedlicher Trainingsprogramme gegen Fatigue bei Brustkrebspatientinnen verglichen. Die Teilnehmerinnen erhielten entweder eine multimodale Therapie (Schlaferziehung, Psychoedukation, Eurythmie- und Maltherapie), eine Kombinationstherapie (multimodales Training plus Konditionstraining) oder nur Konditionstraining. Nach vier Jahren waren sowohl die multimodale Therapie als auch die Kombinationstherapie im Vergleich zum Konditionstraining mit besserer Schlafqualität und weniger Fatigue assoziiert.
Eine Echtwelt-Studie bestätigte die Ergebnisse der Zulassungsstudie, dass Patienten mit metastasierendem, triple-negativem Brustkrebs mit Sacituzumab govitecan in der Zweitlinie wirksam behandelt werden können.
Eine Metaanalyse über 47 Studien zeigte einen positiven Beitrag von Maßnahmen zum Fertilitätserhalt bei prämenopausalen Frauen mit Brustkrebs. Es kam signifikant häufiger wieder zu Menstruation und einer höheren klinischen Schwangerschaftsrate. Die fertilitätserhaltenden Maßnahmen waren mit einer geringeren Rezidivrate assoziiert, beeinflussten aber nicht die krankheitsfreie Überlebensrate oder Gesamtüberlebensrate.
Eine aktuelle Metaanalyse legt nahe, dass sich der Einsatz von SGLT2-Inhibitoren bei Krebspatienten mit Diabetes positiv auf das Herz-Kreislaufsystem auswirkt. Insbesondere führte die Therapie mit SGLT2-Inhibitoren zu einer verringerten Mortalität und weniger Krankenhauseinweisungen aufgrund von Herzinsuffizienz.