Die nachträgliche Analyse von 2 klinischen Studien der Phase 3 mit über 1 000 Patienten mit Multipler Sklerose zeigte signifikant häufiger eine Suppression der messbaren Krankheitsaktivität (NEDA-3) mit dem Biologikum Ublituximab im Vergleich zu Teriflunomid.
Patienteneinschätzungen können in klinischen Studien wertvolle Informationen über die körperliche und psychische Belastung einer Erkrankung wie der Multiplen Sklerose geben. In der Studie von Dr. Liu und Kollegen von der Forschungsabteilung der Pharmafirma Biogen in Boston in den USA und Neurologischen Kliniken sollten diese Erkenntnisse aus der DECIDE-Studie zum Vergleich der Wirkstoffe Daclizumab und Beta-Interferon nun um Bewertungen durch die Patienten ergänzt werden.
Eine randomisiert-kontrollierte Studie zeigte die Äquivalenz von Biosimilar-Kandidat und Referenz-Ocrelizumab in Bezug auf die jährliche Schubrate über 48 Wochen bei schubförmig-remittierender MS. Die Wirkstoffe unterschieden sich auch nicht in weiteren Wirksamkeits- und Sicherheitsaspekten über 96 Wochen.
Die Wirksamkeit von BTKi Evobrutinib zur Behandlung von schubförmiger Multipler Sklerose ist nicht der von Teriflunomid überlegen, zeigte eine Analyse über 2 Phase-3-Studien. Jedoch kam es zu mehr Problemen mit dem BTKi speziell mit Blick auf die Leberfunktion.
Eine Metaanalyse über 15 Kohortenstudien und 11 Fallserien fand, dass Natalizumab bei hochaktiver RRMS mit mindestens einem Schub im Vorjahr trotz Therapie effektiver war als Vergleichstherapien.
Die Wirksamkeit von Nabiximols bei MS-assoziierter Spastizität ust mittels Patienten-berichteter Maße etabliert. Veränderungen des Muskeltonus zeigten in einer Phase-3-Studie mit 68 Patienten jedoch keinen signifikanten Effekt. Bessere Maße für Spastizität bei MS stehen demnach weiterhin aus.
Therapietreue ist ein kritischer Faktor für die effektive Behandlung der Multiplen Sklerose (MS). Eine Beobachtungsstudie über 408 Patienten zeigte nun hohe Therapietreue über 24 Monate mit einer Interferon-Beta-Behandlung.
Eine doppelblind-randomisierte Phase-2-Studie demonstrierte, dass der Anti-CD40L-Antikörper Frexalimab Potenzial für die Behandlung der Multiplen Sklerose zeigt. Die Patienten wiesen im Zeitraum von 12 Wochen eine im Vergleich zum Placebo reduzierte Zahl neuer Läsionen im MRT auf.
MS-Patienten, die wegen Spastizität mit Nabiximols behandelt werden, weisen in einer rückblickenden Analyse immer auch weitere Symptome des Endocannabinoid-Systems, wie Schmerzen, Krämpfe oder Fatigue, auf.
In einer Phase-II-Studie zur Behandlung von progressiver MS wurden das Volumen sich langsam vergrößernder Läsionen und Signalveränderungen im MRT mit dem niedermolekularen Wirkstoff Ibudilast positiv beeinflusst.
Die geschlechtsspezifische Post-hoc-Wirksamkeitsanalyse einer Phase-III-Studie mit Ponesimod versus Teriflunomid zeigte höhere Wirksamkeit von Ponesimod bei Frauen mit MS in mehreren Aspekten. Unterschiede in der Zahl unerwünschter Ereignisse und der Behinderungsakkumulation konnten jedoch nicht festgestellt werden.
Eine kleine Pilotstudie untersuchte mit final 21 Personen mit Multipler Sklerose, ob der antivirale Wirkstoff Famciclovir die Zahl der Kopien des Epstein-Barr-Virus im Speichel reduziert. Geringe, aber nicht-signifikante Veränderungen lassen viele Fragen weiter unbeantwortet.
Eine Real-World-Studie in Deutschland mit 51 Patienten zeigte relevante Verbesserungen von Spastizitäts-Symptomen bei Multipler Sklerose mit einer ergänzenden Behandlung mit dem oromukosalen Spray Nabiximols.