Die Einnahme von Apfelessig-Kapseln zusätzlich zur Standardtherapie mit Metformin war bei Patientinnen mit polyendokrinem metabolischem Ovarialsyndrom (PMOS), metabolischem Syndrom und Insulinresistenz mit Verbesserungen hinsichtlich Stoffwechselparametern, Sexualfunktion, Hirsutismus und Lebensqualität assoziiert. Dies war das Ergebnis einer randomisierten klinischen Studie mit 94 Teilnehmerinnen.
Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) können, so das Ergebnis eines systematischen Reviews mit Metaanalyse über 10 Studien, sowohl kurz- als auch mittelfristig einen signifikanten Beitrag zur Unterstützung beim polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) leisten. Frauen mit PCOS erreichten mit den DiGA Verbesserungen anthropometrischer Maße sowie ihres Gesundheitsverhaltens.
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 6 Studien mit 527 Frauen fand, dass Probiotika zusätzlich zu Metformin beim polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) zu niedrigerer Insulinresistenz und besserer gastrointestinale Verträglichkeit von Metformin beitragen können. Weitere, größere Studien müssten diese Ergebnisse prüfen und längerfristige Effekte ermitteln.
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 10 randomisiert-kontrollierte Studin fand, dass eine Nahrungsergänzung mit Chrom einen Beitrag zur Therapie des polyzystischen Ovarialsyndroms leisten kann. Weitere Studien sollten dies gezielt mit größeren Patientengruppen untersuchen.
Die Aufnahme von Polyphenen mit der Ernährung kann einen Vorteil für Frauen mit PCOS bieten, fand ein systematischer Review mit Metaanalyse über 15 Studien. Die Studienübersicht fand Verbesserungen von luteinisierendem Hormon und Prolaktin, sowie Vorteile für Insulinspiegel, Fettstoffwechsel und Entzündungsprozesse. Aufgrund der Heterogenität der Studien, der Vielfalt möglicher Polyphenole und der Symptombilder von Frauen mit PCOS warnen die Wissenschaftler jedoch davor, zu viel zu erwarten.
Eine Netzwerk-Metaanalyse über randomisiert-kontrollierte Studien fand eine Verbesserung des Lipidprofils, Geschlechtshormon-Spiegel, Entzündungsmarker und oxidativen Stress bei PCOS mit Nahrungsergänzungen. Die Rangliste der Analyse wurde je nach Effekt von Chrom, Omega-3-Fettsäuren, Inositol und Soya-Isoflavonen angeführt.
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 25 Studien fand, dass Nahrungsergänzungen mit Spurenelementen einen wertvollen Beitrag bei PCOS leisten können. Speziell Chrom und Selen schienen nach dieser Analyse einen messbaren Unterschied bei PCOS mit Blick auf den Glukose- und Fettstoffwechsel sowie oxidativen Stress zu machen.
Eine randomisiert-kontrollierte Studie über 8 Wochen mit 97 Teilnehmerinnen mit PCOS und metabolischem Syndrom fand, dass eine Nahrungsergänzung mit Knoblauch positive Effekte auf Blutzucker, Blutfette und Entzündungsmarker sowie sexuelle Funktion und Lebensqualität hatte.
Eine Metaanalyse über 15 Studien zeigt, dass Granatapfelpräparate keinen generellen Nutzen für die Insulinresistenz oder Insulinsensitivität haben. Verbesserungen traten nur bei bestimmten Erkrankungen auf, insbesondere beim polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS), Typ-2-Diabetes und der nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung (NAFLD).
Ein Salbeiextrakt konnte in einer randomisierten, placebokontrollierten Studie mit 70 Teilnehmerinnen signifikant den Triglyzeridspiegel und oxidativen Stress bei Frauen mit PCOS senken. Salbei könnte somit womöglich eine ergänzende Behandlungsoption darstellen, um das metabolische und oxidative Ungleichgewicht bei PCOS positiv zu beeinflussen.
Salbei-Extrakt, fand eine randomisiert-kontrollierte Studie über 8 Wochen mit 70 Teilnehmerinnen, kann einen wichtigen Beitrag zur Regulierung der Triglyzerid-Spiegel sowie des oxidativen Stresses bei dem polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) leisten. Die Studie sieht Salbei somit als eine mögliche ergänzende Therapieoption, die in weiteren Studien geprüft werden sollte.
Eine Nahrungsergänzung mit Leinsamen über 12 Wochen, zeigte eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 70 Teilnehmerinnen, kann einen Beitrag bei PCOS leisten. Speziell verbesserte sich der FSH-Spiegel sowie das Verhältnis LH/FSH. Weitere Studien sollten diesen Effekt prüfen und mögliche Mechanismen untersuchen.
Eine Literaturanalyse über 9 Studien und daraus folgende experimentelle Studie im PCOS-Tiermodell identifizierte den zirkadianen Rhythmus als Element in der Krankheitsentstehung von PCOS. Manche Störungen des zirkadianen Rhythmus konnten mit einer Behandlung mit Quercetin normalisiert werden.