Neuroleptika

Neuroleptika, auch als Antipsychotika bezeichnet, sind Psychopharmaka, also Arzneistoffe, die auf psychische Symptome einwirken, mit bisher nicht genau geklärtem Wirkmechanismus. Ihre Wirkung ist vor allem sedierend und antipsychotisch. Sie sollen beispielsweise den Realitätsverlust bekämpfen, wenn eine Erkrankung mit Wahnvorstellungen oder Halluzinationen einhergeht. Solche Symptome treten zum Beispiel bei der Schizophrenie auf, können aber auch Menschen mit der Bipolaren Störung in einer manischen Phase betreffen. Als Beruhigungsmittel sollen Neuroleptika gegen Unruhe, Ängste oder Erregungszustände helfen und werden daher zum Teil häufig in der Demenzpflege eingesetzt. Dabei sollte allerdings die Priscus-Liste zu unangemessenen Medikamenten im Alter beachtet werden, um unerwünscht schwere Nebenwirkungen zu vermeiden. Die klassischen Neuroleptika wirkten bei etwa einem Drittel der Patienten nicht, haben aber zum Teil starke Nebenwirkungen. Dazu zählen sogenannte extrapyramidalmotorische Nebenwirkungen, mit denen die Patienten unter Parkinson-ähnlichen Symptomen leiden. Eine neue Generation von Neuroleptika (Neuroleptika der zweiten Generation) wurden in den 70er Jahren entwickelt, auch atypische Neuroleptika genannt. Die Hoffnung war dabei, dass diese Mittel weniger schwere Nebenwirkungen hervorrufen, trotzdem aber antipsychotisch wirken.