Demenz / Alzheimer

Übersicht der Behandlungsmöglichkeiten

Aktuelle Studien- und Forschungs­ergebnisse

Ein weiterer Hoffnungsträger bei der Alzheimerbehandlung fällt nun doch leider durch. Das experimentelle Medikament Intepiridin führte bei Alzheimerpatienten nicht zu Verbesserungen in Denkleistung oder Alltagsfähigkeiten bei einer Behandlung mit 35 mg Intepirdin von 24 Wochen, begleitend zu Donepezil. Dies teilte das Pharmastartup Axovant Sciences, mit Studiendirektor Dr. Lombardo, am 26.9.2017 mit und erlitt im Anschluss eine massive Abwertung an der Börse.

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Bei Hunden gibt es interessanterweise eine Erkrankung die der menschlichen Alzheimerdemenz sehr ähnlich ist. Unsere Hunde in der Forschung als Patientengruppe mit einzubeziehen, ist da ein ebenso innovativer wie naheliegender Gedanke. Dr. Hadley von der klinischen Forschungsabteilung einer Vitamin- und Nahrungsmittelergänzungsfirma in Columbia (Maryland) in den USA untersuchte nun mit seinen Kollegen den Effekt von Omega-3-Fettsäuren bei alternden Beagle-Hunden mit Wahrnehmungs- und Gedächtnistests.

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Wie auch bei den Menschen, haben die Fortschritte in medizinischer Versorgung und verbesserter Ernährung auch bei Hunden, die mit Menschen leben (sogenannte Partnerhunde), zu einem deutlich verlängerten Leben geführt. Auch bei ihnen tauchen damit inzwischen vermehrt auch Alterserscheinungen und alterstypische Erkrankungen auf. Um zu ermitteln, ob Hunde ähnlich wie Menschen altern, untersuchten die Altershundeforscher um Dr. Alexander vom WALTHAM-Zentrum für Tiernahrung in Großbritannien Anzeichen für Entzündungen und oxidativen Stress im Blut der Tiere.

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Viele ältere Menschen leiden unter chronischen Schmerzen. In früheren Querschnittsstudien hat sich dabei eine Überlappung mit dem Abbau der Denkleistungsfähigkeit gezeigt. Allerdings ist es bisher nicht klar, ob sich ein Zusammenhang in der Gesamtbevölkerung auch langfristig wiederfinden lässt. Die Forscher um Dr. Whitlock an der University of California in San Francisco fragten nun, ob es einen Zusammenhang zwischen Dauerschmerz, als möglichem Anzeichen für chronischen Schmerz, und beschleunigtem geistigen Verfall bei älteren Patienten gibt.

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Wirken Medikamente zur Stabilisierung der Diabetes auch vorbeugend gegen Demenz? Und sind dabei manche Medikamente wirksamer als andere? Dieser Frage gingen nun in einer rückblickenden, also retrospektiven, Studie Dr. Orkaby, auf Alterungsprobleme spezialisierte Ärztin in Boston, Massachusetts, und ein Team von Wissenschaftlern nach.

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Bisher konzentrierte sich die Suche um Therapieansätze für Demenzerkrankungen auf Patienten im fortgeschrittenen Stadium und meistens in höherem Lebensalter. Dies liegt vor allem daran, dass eine Forschungsstrategie vor etwa 30 Jahren aufgestellt wurde. Damals wurden Teile des Bauplans unserer Zellen, bestimmte Gene, als möglicherweise in die Krankheit involviert angenommen.

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Zwar wächst das Interesse an Roboterunterstützung in Therapien in der Demenzpflege seit Jahren. Allerdings sind das beste Anwendungsgebiet und der genaue Vorteil eines Roboters bisher nicht geklärt. Ebenso wenig ist bekannt, wie sich der emotionale Stil und das genaue Verhalten eines Roboters auf die Patienten auswirken. Die Psychologin und Expertin in altersunterstützender Technologie Dr. Pino untersuchte dazu mit Kollegen an Pariser Universitäten und Kliniken den Einsatz humanoider Roboter bei einer psychologischen und bewegungsorientierten Therapie von dementen Patienten.

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Eine nervenschützende Substanz ist der Fibroblastenwachstumsfaktor, englisch abgekürzt haFGF (human acidic fibroblast growth factor). Diese Substanz hatte bereits in früheren Studien einen gewissen Schutz vor Nervenzelltod bei epileptischen Anfällen gezeigt. Auch wurde sie im Blut und in der Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit von Alzheimerpatienten in größeren Mengen als bei Gesunden gefunden. Die Gruppe von Prof. Huang an der Jinan Universität im chinesischen Guangzho untersuchte nun, wie genau haFGF bei Nervenschädigungen eingreift und damit therapeutisch genutzt werden könnte.

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In früheren Studien mit speziellen Nährstoffgetränken schienen Patienten mit einer leichten Alzheimerdemenz von der Ernährungsergänzung zu profitieren. Eine neuere in Lancet Neurology erschienene Studie von Neurologin und Alzheimerexpertin Dr. Soininen und Kollegen untersuchte nun die Auswirkungen eines solchen Getränks auf die Denkleistung bei einer Vorstufe der Alzheimererkrankung.

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Begrenzte Personal- und Zeitressourcen können nicht nur die Pfleger dementer Menschen überlasten, sondern auch mit erhöhter Passivität der Patienten einhergehen. Die Wissenschaftler um Dr. Marques, Spezialistin für Rehabilitationsmaßnahmen für demente Patienten an der Universität von Aveiro in Portugal, untersuchten in 4 Altersheimen den Effekt eines personenzentrierten Programms, bei dem Personen mit Demenz in all ihren Sinnen (multisensorisch) und mit Bewegungselementen angeregt werden sollten.

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