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Leukämie

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Aktuelles Thema:

Neue Behandlungsansätze bei akuter lymphatischer Leukämie

Die häufigste der Leukämien bei Kindern ist die akute lymphatische Leukämie, kurz ALL. Sie kann seltener auch Erwachsene betreffen. In unserem aktuellen Thema konzentrieren wir uns auf neuartige Ansätze zur Behandlung dieser Erkrankung.

Ein neuer Wirkstoff mit Potenzial ist Moxetumomab Pasudotox. Dieses sogenannte Antikörper-Wirkstoff-Konjugat kann als Kombination aus biopharmazeutischem Wirkstoff (Biologikum) und daran gekoppeltem Giftstoff gezielt Krebszellen erkennen und abtöten. Grundsätzlich ist die Methode also vielseitig einsetzbar und wird immer öfter in innovativen Therapien genutzt. Die hier vorgestellte Studie untersuchte Sicherheit und Wirksamkeit des Mittels bei Kindern und junge Erwachsenen mit ALL. Es zeigte sich erste Wirksamkeit bei rückfälliger und schwer behandelbarer ALL. Noch ist allerdings nicht abschließend geklärt, für welche speziellen Formen von Leukämie das Medikament optimal nutzbar wäre und wie verlässlich es ist.

In einer aktuellen europäischen Studie wurde die Behandlung mit Blinatumomab bei Patienten mit B-Zell-Vorläufer ALL untersucht. Die Patienten befanden sich nach vorausgegangener Therapie in vollständiger Remission, zeigten also eine andauernde Abschwächung der Symptome ohne Heilung. Sie wiesen jedoch eine minimale Resterkrankung auf. Die Mehrzahl der Patienten sprach auf die Behandlung an, sie führte auch zu einem längeren Überleben ohne Rückfall. Ende 2018 empfahl der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) auf der Basis solcher Ergebnisse die Zulassung des Medikaments zur Behandlung von Patienten mit ALL.

Bei anderen Formen wie der chronisch lymphatischen Leukämie gibt es inzwischen eine Bewegung zur kombinierten Behandlung, wie österreichische Forscher nun berichteten. Auch bei der ALL können also noch einige weitere innovative Strategien und Wirkstoffe in Betracht kommen, um mehr Betroffenen zu helfen.

Hier die Studien im Detail:

 

Aktuelle Studien

Die Ergebnisse dieser Studie demonstrieren die Problematik von potenziell ungeeigneten Medikamenten bei der Behandlung von älteren Patienten mit Non-Hodgkin-Lymphom. Der Einsatz solcher Medikamente führt zu schlechterem Überleben und erhöht das Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen. Bei der Wahl der Therapie sollte entsprechend auch das Alter der Patienten berücksichtigt werden.

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Akute lymphatische Leukämie (ALL) tritt meist im Kindesalter auf, betrifft seltener aber auch Erwachsene. Wie gut der zielgerichtete Wirkstoff Blinatumomab den erwachsenen Patienten mit ALL helfen kann, untersuchten nun europäische Forscher. Das Ergebnis lässt hoffen: bei der Mehrzahl der Patienten wurden die Anzeichen für eine minimale Resterkrankung vollständig reduziert. Ende 2018 empfahl der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) auf der Basis solcher Ergebnisse die Zulassung des Medikaments zur Behandlung von Patienten mit ALL.

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In dieser Studie wurde mit Moxetumomab Pasudotox ein neuartiger Wirkstoff zur Behandlung von Kindern mit ALL untersucht. Der Wirkstoff hatte eine vertretbare Giftigkeit mit kontrollierbaren Nebenwirkungen und zeigte erste Wirksamkeit bei rückfälliger und schwer behandelbarer ALL. Ob das Medikament weiter bei ALL eingesetzt werden kann, ist allerdings unklar, da es nicht in allen Studien überzeugen konnte.

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Um die Ursache erhöhter Sturzgefahr ehemaliger Krebspatienten zu ergründen, untersuchten Forscher nun Muskelstärke und Gleichgewichtssinn bei den Krebsüberlebenden und gesunden Gleichaltrigen. Dabei zeigte sich in dieser kleinen Studie, dass Menschen, die eine Krebserkrankung überlebt haben, Schwächen im Gleichgewichtssystem haben können, die nicht durch geringere Muskelkraft zu erklären sind. Bei früheren Krebspatienten empfiehlt sich also frühzeitig ein Test der Balance und Unterstützung zur Vorbeugung von Stürzen.

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Neben speziell verbesserter Ernährung gehört auch Bewegung zu einem Förderprogramm gegen krankhaften Muskelabbau und Abmagerung. Die Wissenschaftler schließen aus ihrer Studienübersicht, dass beispielsweise ältere Menschen dreimal pro Woche sowohl leichte als auch anstrengendere Übungen machen sollten. Weitere Untersuchungen sollen solche Empfehlungen nun auch bei Krebspatienten genauer testen – hierzu laufen derzeit verschiedene klinische Studien zur verbesserten Behandlung von krankhaftem Muskelabbau und Abmagerung.

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Forscher ermittelten in drei Kliniken in drei Ländern, welche Methode zum Händetrocken mehr Krankheitserreger verteilt: Papier- oder Lufttrockner? In Waschräumen mit Papiertrocknern wurden deutlich weniger Bakterien auf den Spendern, Böden oder in der Luft gefunden als bei Einsatz von elektrischen Lufttrocknern. Entsprechend sollte gerade in Kliniken nicht nur auf das Händewaschen, sondern auch verstärkt auf die Trockenmethode geachtet werden.

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Eine Analyse früherer Behandlungsdaten bei Patienten mit Hodgkin-Lymphom fand, dass eine allogene, hämatopoietische Stammzelltransplantation auch nach Behandlung mit Checkpoint-Hemmer machbar ist und nicht zu höherer Sterblichkeit führt. Allerdings muss dabei auf ein möglicherweise erhöhtes Risiko für die akute Transplantat-gegen-Wirt-Krankheit geachtet werden. Glücklicherweise gibt es inzwischen in Krebszentren viel Erfahrung mit vorbeugenden Maßnahmen, Früherkennung und effektiver Behandlung dieser Folgeerkrankung.

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Zusammengefasst verbesserte die kombinierte Behandlung das krankheitsfreie Überleben von Patienten mit einem Hodgkin-Lymphom. Das Gesamtüberleben dagegen war bei allen Patienten ähnlich, unabhängig von der jeweiligen Behandlungswahl. Eine kombinierte Behandlung könnte demnach auch für Patienten in späteren Krankheitsstadien eine mögliche Option sein. Weitere Studien müssten dies nun gezielt untersuchen.

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Zusammenfassend demonstrierte die japanische Studie der Phase 3, dass eine Alternative zum herzgiftigen Doxorubicin im R-CHOP-Verfahren gleich wirksam gegen den Lymphkrebs DLBCL (diffus großzelliges B-Zell-Lymphom) wirkte. Pirarubicin (THC) im R-THP-COP-Verfahren kann damit als mindestens gleichwertig (noninferior) zum R-CHOP in Bezug auf klinisches Ansprechen gelten. 

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Wer sich im Leben realistische Ziele setzt, kann später auf ein höheres Wohlbefinden und mehr Zufriedenheit hoffen. Wichtig ist dabei, ob die eigenen Lebensziele als erreichbar wahrgenommen werden und was sie einem bedeuten, wie Psychologinnen und Psychologen der Universität Basel in einer Studie mit über 970 Befragten berichten. Wohlstand, Gemeinschaft, Gesundheit, sinnvolle Arbeit: Lebensziele gehören zum Ausdruck einer Persönlichkeit, denn sie bestimmen das Verhalten und den Kompass, von dem sich ein Mensch leiten lässt. Erreichte Ziele, so nimmt man ebenso […]

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Die Züchtung von neuartigen Hirntumorkopien eröffnet einzigartige wissenschaftliche und medizinische Möglichkeiten. Für diesen innovativen Ansatz erhält die Abteilung für Neuropathologie des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) nun eine Förderung durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Krebserkrankungen zählen zu den verbreitetsten Krankheiten weltweit. Wissenschaftler und Mediziner sind daher bestrebt, neue Therapien zu entwickeln und bestehende zu optimieren. Grundvoraussetzung hierfür ist es, die Krankheitsentstehung zu verstehen und neue Therapieansätze in einem möglichst realitätsnahen Modell vor dem Einsatz am Menschen erproben zu können. […]

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Göttinger Forscher des SFB 889 entdecken: Reifung von Synapsen und die Dauer kritischer Phasen in der Hirnentwicklung wird durch die Balance zweier Signalproteine mit entgegengesetzter Funktion gesteuert. Veröffentlicht in der renommierten Fachzeitschrift PLoS Biology. (umg) Um zu lernen, nutzt unser Gehirn während seiner frühen Entwicklung besondere Zeitfenster, sogenannte „kritische Phasen“, in denen es besonders plastisch und anpassungsfähig ist. In dieser Zeit bewirken im jungen Gehirn vor allem Erfahrungen, dass die Verschaltungen zwischen Nervenzellen reorganisiert und optimiert werden. Dass für die […]

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Pharma-Unternehmen geben den Packungen ihrer verschreibungspflichtigen Medikamente zusätzliche Sicherheitsmerkmale. Apothekenpersonal prüft die neuen Packungen mit dem securPharm-System vor der Abgabe auf Echtheit. Die politische Initiative dazu kam von der Europäischen Union. Berlin (vfa). Seit 9. Februar 2019 treffen in den Apotheken immer mehr Medikamente mit veränderten Packungen ein. Nach und nach werden nahezu alle verschreibungspflichtigen Medikamente in dieser Weise umgestellt – Blutdrucksenker und Insulinpens ebenso wie Antibabypillen. Das sorgt für einen noch besseren Schutz vor gefälschten Medikamenten. Arzneimittelfälschungen haben es […]

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Neue Krebsmedikamente müssen bei der Zulassung oft nur gegen ein anderes Medikament bestehen, aber nicht gegen mehrere. Dies führt zu ungenügenden Vergleichsmöglichkeiten und erschwert die bestmögliche Therapie für Krebspatientinnen und -patienten. Forschende unter Beteiligung der Universität Bern und des Inselspitals publizieren nun erstmals einen grossangelegten Vergleich von Medikamenten gegen eine bestimmte Art von Tumoren. Sogenannte neuroendokrine Tumore können überall im Körper aus hormonproduzierenden Zellen entstehen. Sie treten immer häufiger auf, und entsprechend erscheinen zahlreiche neue Medikamente auf dem Markt. «Die […]

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Wie anfällig man für Übergewicht, Insulinresistenz und weitere kardio-metabolischen Merkmale ist, kann auch vom Geschlecht abhängen. Ein internationales Forscherteam der Universität von Kalifornien (UCLA), des Helmholtz Zentrums München, einem Partner des DZD, und der Ludwig-Maximilians-Universität München untersuchte umfassend die Rolle des Geschlechts und seine Interaktion mit dem genetischen Hintergrund bei kardio-metabolischen Phänotypen (klinischen Krankheitsbildern). Dabei entdeckten die Forscher u.a. einen geschlechtsspezifischen Adipositas-Locus bei dem Gen Lypla1, das mit der menschlichen Fettleibigkeit in Verbindung steht. Die Ergebnisse der Studie sind jetzt […]

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Soziologen der Universität Bamberg untersuchen Erwerbsbiographien Zahlreiche Studien legen nahe, dass Arbeitsplatzverluste und Arbeitslosigkeit zu einer schlechteren Gesundheit führen. Soziologen der Universität Bamberg greifen diese Forschung nun auf und fragen: Hat der Verlust des Arbeitsplatzes auch dann noch Auswirkungen auf die Gesundheit, wenn er schon Jahrzehnte zurückliegt und gegebenenfalls anschließend weitere Anstellungen folgten? Jonas Voßemer und Prof. Dr. Michael Gebel vom Lehrstuhl für Soziologie, insbesondere Methoden der empirischen Sozialforschung, an der Universität Bamberg zeigen in einer aktuellen Studie: Der unfreiwillige […]

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Obwohl mehr als 100 Millionen Frauen die Anti-Baby-Pille zur Empfängnisverhütung nutzen, ist relativ wenig darüber bekannt, wie die Anti-Baby-Pille das Verhalten und Erleben dieser Frauen beeinflusst. Eine Reihe von kürzlich erschienen Studien legt nahe, dass die Anti-Baby-Pille die Verarbeitung emotionaler Reize und die Regulation emotionaler Reaktionen beeinflussen könnte. Ein Forschungsteam der Universität Greifswald, der Universität Rostock und der Universität Potsdam hat nun in der Zeitschrift Frontiers in Neuroscience eine Studie veröffentlicht, die Hinweise darauf liefert, dass die Anti-Baby-Pille die Emotionsverarbeitung […]

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Eine neue Studie des MDC könnte eine jahrzehntealte Debatte in der Immunologie beenden: Wie ein Team um Professor Klaus Rajewsky in „Science“ berichtet, sind eigene Vorläuferzellen für die Entwicklung von B1-Zellen nicht notwendig. Die Experimente des Teams sprechen vielmehr dafür, dass ein für B1-Zellen typischer B-Zell-Rezeptor B2-Zellen in B1-Zellen umprogrammieren kann. Ohne sie geht bei der Bekämpfung von Krankheiten gar nichts: B-Zellen, die zu den weißen Blutkörperchen (Lymphozyten) gehören, sind als einzige Zellen des Immunsystems in der Lage, Antikörper zu […]

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Forschende der ETH Zürich konnten kürzlich zeigen, dass mit Platin-Nanopartikeln Leberkrebszellen abgetötet werden können – selektiver als mit bestehenden Krebsmedikamenten. Obschon in den letzten Jahren immer mehr zielgerichtet wirkende molekularbiologische Krebsmedikamente entwickelt wurden, spielen klassische Chemotherapeutika in der Krebsbehandlung immer noch eine wichtige Rolle. Zu den letzteren gehören Platin-Zytostatika. Das sind Zellgifte, die auf Platin beruhen und die Krebszellen angreifen. Allerdings schädigen sie auch gesundes Gewebe, was teils heftige Nebenwirkungen verursacht. Forschende der ETH Zürich haben nun einen Ansatz gefunden, […]

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