Alternative und ergänzende Maßnahmen

Aktuelle, wissenschaftliche Forschungs­ergebnisse zum ausgewählten Thema

Iranische Forscher untersuchten, ob die zusätzliche Einnahme von Fischöl zu einer Basistherapie mit Fingolimod einen Effekt auf verschiedene Entzündungsmarker im Blut, speziell der Cytokine, hatte. Sie fanden keinen positiven Effekt auf die Entzündungsaktivität bei Multipler Sklerose, also keine Verbesserung der Blutkonzentration der Cytokine TNF-α, IL1β, IL6 und IFN-γ im Vergleich zum Placebo. Allerdings konnten nur die Daten von 41 Patienten insgesamt verglichen werden – größere Studien sind also notwendig.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Kann man sich depressiv essen? Wissenschaftler untersuchten im Iran, wie sich entzündungsfördernde und entzündungshemmende Ernährung auf die Psyche auswirken. Die Autoren schließen aus dem Vergleich von Menschen mit gesünderer und weniger guter Ernährung, dass eine entzündungsfördernde Ernährungweise messbare Nachteile für die psychische Gesundheit hat und das Risiko für Depressionen und Ängste erhöht.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Vitamin D hat antiinflammatorische Effekte. Ob erhöhte Mengen an Vitamin D bei Multipler Sklerose aber hilft, ist bisher noch weitgehend unklar. In einer klinischen Studie wurde die Wirkung von hochdosiertem Vitamin D im Vergleich zu Placebo ergänzend zur Behandlung mit Beta-Interferon untersucht. Im NEDA-3-Wert zeigte sich kein Unterschied zwischen Placebo und Vitamin D nach 48 Wochen, bildegebende Daten deuteten jedoch auf mögliche Vorteile der Ergänzungsbehandlung.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Wissenschaftler untersuchten in der vorliegenden Studie, ob und in wie weit Patienten mit COPD von verschiedenen Atemübungen profitierten. Hierzu nutzen sie die Ergebnisse von bereits veröffentlichten Studien und fassten sie zusammen. Sie stellten fest, dass sich verschiedene Übungen auf unterschiedliche Weise positiv auf die Atmung und die Lebensqualität der Patienten auswirken können.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Manche Krebspatienten setzen auf alternative Behandlungsmethoden. Häufig hat dies zur Folge, dass die Patienten die konventionelle Krebstherapie verweigern, was fatale Folgen haben kann. In der vorliegenden Studie stellten Wissenschaftler fest, dass Patienten, die sich alternativ behandeln ließen, ein höheres Sterberisiko hatten – vermutlich, weil sie oftmals konventionelle Therapien ablehnten.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Im Dunkeln wird das Schlafhormon Melatonin produziert und macht schläfrig. Ob zusätzlich gegebenes Melatonin, ergänzend zur Schlafhygiene, bei Schlafstörungen als Folge anderer Erkrankungen helfen kann, ermittelten Forscher in ihrer Metaanalyse. Das Ergebnis unterstützt zusätzliches Melatonin als wertvollen Beitrag zu schnellerem Einschlafen (Schlaflatenz) und längerem Schlaf.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Britische MS- und Reha-Experten entwickelten ein Trainingsprogramm: Balance Right in MS (abgekürzt BRiMS), übersetzt: richtig balancieren bei MS. Eine Machbarkeitsstudie zeigte nun gute Akzeptanz und Effekt des Trainings. Der Umfang der Übungen und des Fortbildungsprogramms schien allerdings noch zu groß zu sein. Verbesserungen durch Rückmeldungen der Patienten sollen nun dazu beitragen, eine größere Multizentren-Studie zum BRiMS-Programm durchzuführen.

Weiter zum ausführlichen Bericht →