Arzneimittelstudien

Wenn der neu zugelassene Migräneantikörper Galcanezumab zu Beginn der Therapie nicht wirkt – könnte er mit etwas mehr Zeit doch noch gegen episodische oder chronische Migräne helfen? Forscher führten dazu eine nachträgliche Analyse früherer Studien zur Wirksamkeit von Galcanezumab durch. Ergebnis: Selbst bei einem oder zwei Monaten ohne gute Wirkung konnte schließlich der Antikörper doch noch greifen und spürbar Besserung bringen. Dies wurde sowohl bei Betroffenen mit episodischer als auch chronischer Migräne festgestellt.

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Die nachträgliche Analyse zweier klinischer Studien zur Wirksamkeit des monoklonalen Antikörpers Galcanezumab ermittelte, wie häufig Patienten damit migränefrei wurden. Eine solche 100 %-Wirkung erreichten die meisten Patienten mit episodischer Migräne in den letzten drei Monaten der halbjährigen Untersuchungen. Mit dem neuen Mittel war jeder 5. Patient zum Ende der Studie migränekopfschmerzfrei.

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Im Dunkeln wird das Schlafhormon Melatonin produziert und macht schläfrig. Ob zusätzlich gegebenes Melatonin, ergänzend zur Schlafhygiene, bei Schlafstörungen als Folge anderer Erkrankungen helfen kann, ermittelten Forscher in ihrer Metaanalyse. Das Ergebnis unterstützt zusätzliches Melatonin als wertvollen Beitrag zu schnellerem Einschlafen (Schlaflatenz) und längerem Schlaf.

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Der Vergleich zweier Prophylaxemedikamente gegen Migräne, eines Statins und eines Antiepileptikums, zeigte, dass Atorvastatin eine Behandlungsalternative für Valproat sein könnte. Das Statin war in dieser Untersuchung ähnlich wirksam zur Vorbeugung von Migräneattacken, aber mit weniger Nebenwirkungen. Weitere, größere Untersuchungen müssen diese Ergebnisse nun untermauern, um Behandlungsentscheidungen zu verbessern.

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Die Studie mit Patienten, die unter chronischer Migräne mit und ohne Medikamentenübergebrauchskopfschmerz (MÜK) litten, fand einen raschen positiven Effekt der Botox-Behandlung. Dies galt offenbar auch für viele Betroffene, die unter einem MÜK litten. Damit bietet sich die Botox-Therapie auch für diese besonders stark betroffene Patientengruppe an.

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Diese Studie zeigte, dass der oxidative Stress im Rahmen einer Migräneerkrankung im Vergleich zu Kontrollen erhöht ist. Eine geeignete Prophylaxe kann demnach allerdings die Anzeichen für antioxidative Aktivität im Körper erhöhen und demnach vermutlich oxidativen Stress reduzieren. Dieser Effekt war sowohl mit Amitriptylin- als auch mit TMS-Behandlung messbar. Damit deutet sich an, dass oxidativer Stress bei der Migräne eine wichtige Rolle spielen könnte.

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Zusammenfassend fand die Analyse: Topiramat scheint bei jungen Patienten mit Migräne im Alter von bis zu 18 Jahren nicht wesentlich wirksamer als ein Placebo, dafür aber schlechter verträglich zu sein. Die Behandlung mit dem Medikament ist demnach bei sehr jungen Patienten kaum empfehlenswert, wie auch die aktuellen Behandlungsleitlinien betonen.

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Zusammenfassend fand die Untersuchung bei gesunden Menschen keine Hinweise auf Wechselwirkungen zwischen Sumatriptan (Akutmedikation) und Erenumab (Prophylaxe-Antikörper). Aus klinischer Sicht bestehen demnach keine Sicherheitsbedenken bei gleichzeitiger Behandlung mit Sumatriptan und Erenumab. Ob diese Kombination bei Migränepatienten ähnlich unbedenklich ist, werden weitere Untersuchungen zeigen müssen.

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Diese Studie untersuchte, ob das Biologikum Galcanezumab, ein Antikörper gegen das Migräneeiweiß CGRP, wirksam Migräneattacken vorbeugen konnte. Es zeigte sich, dass die Behandlung mit Galcanezumab zu messbar weniger Migränetage während der Behandlungsphase führte als ein Scheinmedikament. Galcanezumab zeigte sich in dieser Studie demnach als klinisch wirksame und gut verträgliche Migräneprophylaxe.

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