Leukämie

Venetoclax

Aktuelle, wissenschaftliche Forschungs­ergebnisse zum ausgewählten Thema

Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 8 Studien fand, dass auch bei jüngeren Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML) eine Behandlung mit hypomethylierenden Wirkstoffen plus Venetoclax vorteilhaft sein kann. Diese Behandlung erreichte hohe Ansprechraten, häufige Resterkrankungs-Negativität und häufig eine hämatopoietische Stammzelltransplantation im Anschluss. Damit könnte diese Kombination eine effektive Induktionsstrategie bei ausgewählten jüngeren AML-Patienten darstellen und sollte in prospektiven Studien geprüft werden.

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Eine akute myeloische Leukämie (AML) geht bei älteren Patienten mit einer hohen Sterblichkeitsrate mit nur begrenzten Behandlungsoptionen einher. Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 7 Studien fand nun, dass die Behandlung mit Venetoclax plus Decitabin für ältere Patienten mit AML wirksamer ist als Kontrollbehandlungen. Zudem erschien die Behandlung sicher.

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Eine klinische Studie der Phase 3 ermittelte, ob eine Kombination von Bortezomib und Dexamethason mit Venetoclax versus Placebo vorteilhaft für Patienten mit refraktärem Multiplem Myelom oder nach Rückfall ist. Demnach war die Behandlung mit Venetoclax mit besserem progressionsfreien Überleben, aber auch mit höherer Mortalität verbunden und somit insgesamt nur bei speziellen Patientengruppen sinnvoll, nach Einschätzung der Autoren.

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Die Venetoclax-basierte Therapie über 6 und mehr Zyklen ist nach einer retrospektiven Analyse über 40 Patienten wirksam und sicher bei akuter myeloischer Leukämie (AML) anwendbar. Manche Patienten erreichten anhaltende Remission. Die Behandlung stellt demnach, so das Fazit, eine machbare Erhaltungstherapie bei AML dar.

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Bei einer neu-auftretenden akuten myeloischen Leukämie (AML) kann Venetoclax in Kombination mit einer Chemotherapie eingesetzt werden, um die Wirksamkeit der Chemotherapie zu steigern, speziell bei unfitteren Patienten, die eine mildere Chemotherapie bekommen. Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 7 Studien zeigte nun, dass die Kombination auch nach Rückfall oder bei refraktärer AML effektiv sein kann.

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Eine Phase-II-Studie mit 523 Patienten mit chronisch-lymphatischer Leukämie zeigte, dass die Behandlungsdauer mit Ibrutinib-Venetoclax personalisiert verkürzt erfolgen kann. Die Therapie endete zur doppelten Dauer, bis keine minimale Resterkrankung in Blut und Knochenmark nachweisbar war. Dies wurde mit Ibrutinib-Venetoclax bei 58 % der Patienten bereits nach drei Jahren erreicht.

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Eine prospektive Analyse der Chromosome und Behandlungsergebnisse bei CLL zeigte, dass 3 oder mehr chromosomale Abweichungen (komplexer Karyotyp) mit schlechterer Prognose bei Chemoimmuntherapie als in Therapie mit Venetoclax assoziiert war. Lagen 5 oder mehr Abweichungen vor (hochkomplexer Karyotyp) oder Translokationen, war dies jedoch auch mit Venetoclax mit kürzerem progressionsfreien Überleben assoziiert. Die Karyotypisierung könne bei CLL Hochrisiko-Patienten identifizieren helfen, so das Fazit der Autoren.

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In einer Phase-II-Studie wurde die Wirksamkeit der Erstlinienbehandlung mit Venetoclax plus Rituximab bei CLL mit einem nachteiligen Krankheitsprofil (unmutierter IGHV-Status und/oder TP53-Störung) untersucht. Die Studie zeigte eine Ansprechrate auf die Behandlung von 94,7 %. Vollremission wurde bei 76 % erreicht. Bei 69,3 % der Patienten war keine minimale Resterkrankung im Blut nachweisbar. Die 12-monatige MRD-freie Überlebensrate dieser Patienten lag bei 73,1 %. Innerhalb einer Nachbeobachtungszeit von 20,8 Monaten kam es bei keinem der Teilnehmer zu einem Fortschreiten der Krankheit.

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Die Behandlung mit Venetoclax und Obinutuzumab ist die standardmäßige Erstlinienbehandlung bei CLL. In einer Phase-II-Studie wurde der Einsatz einer zusätzlichen Konsolidierungstherapie mit 12 Zyklen Venetoclax untersucht. Die Studie zeigte keine Verlängerung des Therapieerfolgs. Trotz Konsolidierungstherapie hörte das Ansprechen der minimalen Resterkrankung auf Venetoclax im Laufe der Behandlung auf. Zudem traten mit der zusätzlichen Konsolidierungstherapie häufiger unerwünschte Ereignisse auf.

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In einer Phase-III-Studie zum Vergleich von einer von drei Kombinationstherapien (Venetoclax-Rituximab, Venetoclax-Obinutuzumab oder Venetoclax-Obinutuzumab-Ibrutinib) versus Chemoimmuntherapie für die Behandlung von CLL zeigte sich eine höhere 3-Jahres-Überlebensrate mit Venetoclax-Obinutuzumab mit und ohne Ibrutinib im Vergleich zur Chemoimmuntherapie. Unerwünschte Ereignisse waren mit Chemoimmuntherapie und Venetoclax-Obinutuzumab-Ibrutinib häufiger als mit den anderen beiden Kombinationstherapien.

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